Mercedes-AMG C 63 (2023) kommt mit 680 PS aus Vierzylinder-Hybrid
Allein der 2,0-Liter-Vierzylinder soll 476 PS machen
Der kommende Mercedes-AMG C 63 dürfte eines der radikalsten Beispiele für Downsizing werden, das die Welt je gesehen hat. Jap, die Herrschaften aus Affalterbach machen dem guten alten 4,0-Liter-Biturbo-V8 den Garaus und ersetzen ihn durch eine elektrifizierte Version des M139-Vierzylinders aus dem AMG A 45.
Wer gedacht hat, dass die Leistungsdaten des besagten Zweiliter-Aggregats schon jetzt völlig kirre sind, wird jedoch eines Besseren belehrt. Größere Änderungen stehen dem Mega-Vierpötter bevor. Erstens wird er im C 63 längs montiert und zweitens steigt seine Leistung wohl auf 476 PS. Das macht ihn mit großem Abstand zum stärksten Serien-Vierzylinder aller Zeiten.
Am vergangenen Wochenende zeigte AMG einen kaum getarnten Prototypen beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring und die britischen Kollegen von Autocar konnten den Offiziellen ein paar süße Infos über die technischen Daten des M3-Konkurrenten entlocken.
Der Verbrenner wird sich die Arbeit mit einem an der Hinterachse montierten Elektromotor teilen, der es auf 204 PS bringt. Die Systemleistung soll demnach bei heftigen 680 PS liegen. Das wären mal entspannt 170 PS mehr als bisher. Und auch 170 PS mehr als im aktuellen M3. Das maximale Drehmoment liegt offenbar bei 750 Nm, ein Plus von 50 Nm.
Als ob die Antriebseinheit nicht schon kompliziert genug wäre, wird der nächste C 63 zusätzlich ein 48-Volt-Mildhybrid-System nutzen, das vom Setup aus den größeren "53er"-Modellen mit ihrem 3,0-Litert-Sechszylinder abgeleitet ist. Die Leistung wird per 9-Gang-Automatik auf die Straße übertragen. Obwohl ein Plug-in-Hybrid-Setup installiert wird, wir erwartet, dass der neue Antriebsstrang leichter ist, als das alte V8-System. Zusätzlich soll der Schwerpunkt niedriger ausfallen.
Eine weitere gigantische Neuerung, gerade für die Drift-affine C 63-Klientel: der neue wird erstmals nicht mehr mit Hinterradantrieb kommen. Allrad ist nun gesetzt, ein Driftmode aber mehr als wahrscheinlich. Sicher ist, dass es auch wieder ein C 63 T-Modell geben wird.
Der neue, charakterlich komplett geänderte C 63 sollte in den kommenden Wochen oder Monaten offiziell vorgestellt werden. Bevor das passiert, werden wir schon morgen, am 1. Juni, Zeuge der Enthüllung des Hypercars AMG One. Sie sehen, es wird zunehmend elektrisch in Affalterbach. Den brachialen GT 63 S E Performance gibt es ja bereits, der neue C 43, ebenfalls mit einer elektrifizierten Version des M139-Vierzylinders dürfte bald folgen.
Bildergalerie: Mercedes-AMG C 63 (2022) als Limousine und Kombi erwischt
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