Wer auf zwei Rädern motorisiert unter 50 Kubikzentimeter unterwegs ist, benötigt ein Versicherungskennzeichen. Ab dem 1. März 2022 dürfen die insgesamt rund 2,1 Millionen Mofas, Mopeds, Roller, E-Scooter und anderen Fahrzeuge mit Versicherungskennzeichen in Deutschland nur noch mit grünen Nummernschildern unterwegs sein. Darauf hat der Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hingewiesen.

Die blauen Nummernschilder verlieren an diesem Stichtag ihre Gültigkeit. Wer mit ihnen weiterfährt, hat keinen Versicherungsschutz mehr, macht sich strafbar und muss die entstehenden Schäden aus eigener Tasche zahlen. Die jeweils gültigen Kennzeichen sind direkt bei den Versicherungen erhältlich.

Das Versicherungskennzeichen mit den Maßen 13,0 x 10,1 Zentimeter brauchen folgende Fahrzeuge:

- Kleinkrafträder wie Mofas und Mopeds, die nicht mehr als 50 Kubikzentimeter Hubraum haben und nicht schneller als 45 km/h fahren

- Elektrofahrräder mit einer Tretunterstützung bei Geschwindigkeiten über 25 km/h oder einer tretunabhängigen Motorunterstützung über 6 km/h bis max. 45 km/h

- Quads und Trikes mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 km/h und einem Hubraum von maximal 50 Kubikzentimetern

- E-Roller, die über eine Betriebserlaubnis verfügen und maximal 45 Stundenkilometer schnell sind.

- Motorisierte Krankenfahrstühle

- Mofas und Mopeds aus DDR-Produktion mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 60 km/h, die bereits vor dem 1. März 1992 versichert waren.

Diese Fahrzeuge brauchen die Versicherungsplakette mit den Maßen 6,7x5,5 cm:

- E-Scooter oder Segways, für die eine Betriebserlaubnis entsprechend der am 15. Juni 2019 in Kraft getretenen Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung erteilt wurde.

Wie hoch liegt der Preis für ein Versicherungskennzeichen? Die Beitragskosten unterscheiden sich je nach Anbieter. Inklusive Kfz-Haftpflichtschutz kostet das Nummernschild in der Regel jedoch deutlich unter 100 Euro im Jahr. Optional kann beispielsweise auch eine Teilkaskoversicherung mit abgeschlossen werden.