Hätten Sie es gewusst? Die aktuelle Ausführung der Mercedes G-Klasse ist auch schon gut vier Jahre auf dem Markt. Im Januar 2018 zeigte das Unternehmen in Detroit einen weitestgehend neu entwickelten G. Zwar behielt die Baureihe intern die Ziffer 463, doch Fans sprechen ob der vielen Neuerungen inoffiziell gerne vom W 464. 

Eines blieb aber gleich: Die markante kastige Optik des G, die vermutlich für so manchen Kunden der eigentliche Kaufgrund sein dürfte. Deshalb wurde sie schon 2018 nur leicht modernisiert. Jetzt zeigen erste Erlkönigbilder der kommenden Modellpflege, dass sich die G-Klasse in diesem Punkt treu bleibt.  

Trotz großflächiger Tarnung an Front und Heck scheint es im Rahmen der "Mopf" eher geringere Modifikationen an den Stoßfängern zu geben. Warum auch das kultige Design im Lego-Stil ändern? Die teure G-Klasse verkauft sich wie geschnitten Brot und wirft sehr ordentliche Gewinne ab. Mehr als 41.000 G konnte Mercedes im Jahr 2021 weltweit verkaufen.

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Wie sieht es hinsichtlich der Motoren aus? Derzeit gibt es nur für China einen G 350 mit 2,0-Liter-Benziner und 258 PS Leistung. Darüber rangieren der G 500 (422 PS) und G 63 (585 PS), beide mit V8. Diesel-Fans haben die Wahl zwischen G 350 d (286 PS) und G 400 d (330 PS).  

Denkbar ist zum Facelift der Wechsel auf den 500er-Benziner aus der aktuellen S-Klasse, ein Reihen-Sechszylinder mit elektrischem Zusatzverdichter. Aus Prestigegründen dürfte der G 63 den V8 behalten. Eher unwahrscheinlich ist die Einführung von Plug-in-Hybriden. 

Mercedes arbeitet auch an der Erweiterung der G-Klasse-Palette. Eine neue Version des 4x4 Quadrat respektive Squared befindet sich in der Entwicklung. Sie zeichnet sich durch ein deutlich höheres Fahrwerk samt Leiterrahmen aus. Der Extrem-G erhält einen Dachgepäckträger, und eine Leiter auf der Rückseite erleichtert den Zugang zur Ausrüstung auf dem Dach. Einige Erlkönigbilder deuten auch auf einen Lichtbalken auf dem Dach hin. 

Der Quadrat-G könnte gemeinsam mit dem Facelift der Normalversion im Frühsommer 2022 vorgestellt werden und einige Monate später in den Handel kommen.

Im Jahr 2024 wird Mercedes eine elektrische Version der G-Klasse unter dem Namen EQG auf den Markt bringen. Sie wird Berichten zufolge weiterhin ein Body-on-Frame-Fahrzeug sein und das 107,8-Kilowattstunden-Batteriepaket des EQS verwenden. Ein Zweimotoren-Antriebsstrang würde für Allradantrieb sorgen.

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