Es ist eine Limousinen-Variante einer Sportback-Version einer Limousine

Audi macht tatsächlich ernst: Kürzlich tauchten Erlköngbilder eines seltsam anmutenden A7 in Limousinenform mit Stufenheck auf. Nun zeigt sich tatsächlich der erste Audi für China, der durch das Joint Venture mit SAIC entwickelt wurde auf der Auto Shanghai 2021.

Als Ergänzung zur Audi-FAW A6L Limousine und dem regulären A7 verzichtet der A7L auf die Sportback-Karosserie seines globalen Vetters und setzt stattdessen auf eine traditionelle Limousine mit einem richtigen Kofferraumdeckel. Da die Kunden in der Volksrepublik ein Faible für Beinfreiheit im Fond haben, verfügt der Neuling über einen deutlich längeren Radstand als das ursprüngliche Sportback.

Der Abstand zwischen den Achsen ist um 98 Millimeter auf 3.026 mm gewachsen, das gesamte Auto misst nun stattliche 5.076 mm. Er ist immer noch kürzer als der Standard-A8, aber seltsamerweise ist der Radstand etwas länger als beim A8 ohne LWB.

Audi A7 L (2021) für China

Zum Design gibt es nicht viel zu sagen, da der A7L im Grunde eine gestreckte Limousinenvariante des Sportback ist. Das gilt auch für den Innenraum, der praktisch vom "normalen" Modell übernommen wurde, mit der offensichtlichen Änderung, dass die Passagiere im Fond viel Beinfreiheit haben.

Das hier gezeigte Auto ist die First Edition, die mit einem 3,0-Liter-V6-Turbomotor mit Mild-Hybrid-Technologie ausgestattet ist. Dieser leistet 335 PS (250 Kilowatt) und verfügt über ein Drehmoment von 500 Newtonmetern, das über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an das Quattro-Allradsystem übertragen wird.

Eine Luftfederung gehört ebenso zur Serienausstattung wie die Vierradlenkung, die das Manövrieren der großen Limousine auf engem Raum erleichtert und die Stabilität bei schnellen Kurvenfahrten erhöht. Die First Edition ist auf 1.000 Exemplare limitiert und ist im Wesentlichen mit allem Schnickschnack für frühe Käufer ausgestattet, die einen verlängerten A7 mit einem konventionellen Kofferraum suchen.

Ähnlich wie der A6L wird der neue A7L in China zusammen mit dem regulären A7 Sportback produziert und verkauft. Die Auslieferung an Kunden soll laut Audi im ersten Quartal 2022 beginnen. Die Vier Ringe hoffen, dass der jährliche Gesamtabsatz im bevölkerungsreichsten Land der Erde bis zur Mitte des Jahrzehnts auf eine Million steigt, nach 700.000 verkauften Fahrzeugen im vergangenen Jahr.

Was die Audi-Modelle mit langem Radstand in China betrifft, so wurden der A3 und der A4 ebenso gestreckt wie einige Crossover - der Q2L und der Q5L. Ersterer ist als China-only Q2L E-Tron auch mit reinem Elektroantrieb erhältlich.

Bildergalerie: Audi A7 L (2021) für China