Studie mit 800-Volt-System kann mit 370 kW laden

Mit der Studie A6 e-tron gibt Audi eine Vorschau auf das, was von der Premium Platform Electric (PPE) zu erwarten ist: viel Reichweite und ein 800-Volt-System für schnelles Laden vor allem. Außerdem soll die Optik schon Hinweise auf den Stil einer Serienversion geben.

Mit fast fünf Meter Länge und 1,44 Meter Höhe hat die Studie etwa die Maße des aktuellen A6. Allerdings scheint sie eine große Heckklappe zu haben, weswegen Audi sie als Sportback bezeichnet. Warum Audi das Ding dann nicht A7 Sportback e-tron nennt, bleibt unklar. Vielleicht wird es bei PPE gar keine traditionellen Stufenhecklimousinen mit kleinem Kofferraumdeckel mehr geben, so dass man den bekannteren Namen A6 in die Zukunft fortführt.

Der Akku speichert rund 100 kWh. Das soll für eine WLTP-Reichweite von über 700 km genügen. Wie alle künftigen PPE-Modelle hat auch der A6 e-tron 800-Volt-Ladetechnik. So lädt er (wie schon der Audi e-tron GT) mit bis zu 270 kW Gleichstrom. Zehn Minuten genügen dann, um Strom für mehr als 300 Kilometer zu tanken.

Einen Beitrag zu der großen Reichweite leistet die gute Aerodynamik mit einem cW-Wert von 0,22. Der Mercedes EQS liegt mit 0,20 noch besser, aber der Vergleich mit dem Tesla Model 3 (0,23) zeigt, dass Audi mit seinem Resultat schon sehr gut liegt.

PPE-Fahrzeuge werden wie die Autos auf Basis des Modularen Elektro-Baukastens (MEB) Heck- oder Allradantrieb haben. Für den Antrieb der Studie sorgen zwei E-Motoren mit zusammen 350 kW.

Auffällig an der Optik sind der geschlossene Grill mit den riesigen Lufteinlässen links und rechts daneben sowie hinten das Lichtband mit seiner gestrichelten Linie und den offenbar rot leuchtenden Audi-Ringen.

Die ersten Modelle auf PPE-Basis sollen Ende 2022 debütieren; das heißt, das Auto könnte schon in anderthalb Jahren auf den Markt kommen.

Mehr Informationen zum Audi A6 e-tron Concept (und mehr Bilder) finden Sie wie immer auf unserem Elektroauto-Portal InsideEVs.de.

Bildergalerie: Audi A6 e-tron concept