Neuer Audi A6 im Test

Wer als Jüngerer stets einen großen Bruder vor Augen hat, der streckt sich nach der Decke: Was bei Heranwachsenden gilt, ist offenbar auch bei Autos nicht ganz falsch. Der neue Audi A6 jedenfalls kommt dem größeren A8 recht nahe. Wir haben das Auto getestet, um zu sehen, ob vielleicht sogar Kannibalismus in der Familie droht.

90, 80 und 70 Prozent
Zum Start im Juli 2018 gibt es den Audi A6 als Limousine in drei Motorisierungen: mit einem 340 PS starken Benziner und zwei 3.0 TDI (286 und 231 PS), allesamt mit Achtgang-Automatik und Allradantrieb. Etwas später folgt ein 2.0 TDI mit 204 PS und S tronic. Der Kombi startet erst im Herbst 2018. Letzteren kann ich deshalb noch nicht fahren, was schade ist, denn 90 Prozent der deutschen Verkäufe entfallen auf den Avant. Wo wir schon dabei sind, hier noch zwei beeindruckende Zahlen: 80 Prozent des A6 werden als Flottenfahrzeuge eingesetzt und 70 Prozent sind Diesel.

Vier Displays pro Auto
Schluss mit den Fakten, es geht los. Zuerst setze ich mich in ein Auto mit dem stärksten Diesel und allem Pipapo. Der erste Eindruck ist: alles wie im A8. Die Displays sind bekannt, es gibt ein Instrumentendisplay (was ich liebe), ein Head-up-Display mit ziemlich detaillierten Informationen (auch zu der Fahrspur, die man wählen soll) und zwei Displays in der Mittelkonsole, das obere fürs Infotainment, das untere, um Sitze und Klimatisierung einzustellen. Materialien und Verarbeitung sind auf Oberklasseniveau. Auch der gewählte Motor, der 3.0 TDI mi...