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Der Porsche 930 Turbo Rinspeed R69 ist extrem selten und vergleichsweise günstig
911-Turbo-Power mit 944-Klappscheinwerfern und -Rückleuchten

Stefan Wagner 
Von: Stefan Wagner
31. Mär. 2021 um 14:57 Uhr
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Bei seiner Vorstellung im Jahr 1975 war der Porsche 911 Turbo (interner Code: 930) das schnellste Serienfahrzeug in Deutschland. In den ersten zwei Jahren sorgte ein 3,0-Liter-Turbo-Boxer für Vortrieb. Danach kam bis zum Ende der Produktion ein stärkerer 3,3-Liter-Turbo zum Einsatz. Zu dieser Zeit war der mächtige Elfer das unangefochtene Flaggschiff im Porsche-Modellportfolio, aber einigen war selbst das nicht genug.
So bot etwa der schillernde Schweizer Veredler Rinspeed eine komplette optische Überarbeitung des Autos an. Lediglich zwölf Exemplare des sogenannten R69 wurden insgesamt gefertigt. Der Verkaufsplattform Collecting Cars zufolge erhielt Rinspeed den Auftrag zum Umbau des angebotenen Fahrzeugs im Jahr 1983, drei Jahre nachdem es in England ausgeliefert wurde.
Die umfangreiche Umgestaltung der Karosserie lässt den Turbo aus manchen Winkeln aussehen wie einen Ferrari Testarossa. Am ungewöhnlichsten sind sicher die neue Front mit den Klappscheinwerfern des Porsche 944 sowie das verlängerte Heck mit den Rückleuchten des gleichen Modells. Für Aufsehen dürfte auch die Seitenansicht mit den damals in Tuner-Kreisen so beliebten Testarossa-Kiemen sorgen. Das Auto steht auf 15-Zoll-Gotti-Felgen und könnte vermutlich mal wieder einen Satz neuer Reifen vertragen. Laut Verkäufer sind die vorderen Nankangs von 2015, die hinteren Pirellis gar von 2002.
Der angebotene R69 hat knapp 70.000 Meilen auf der Uhr und ist mit dem originalen 3,3-Liter-Motor ausgerüstet. Der schickt 300 PS per 4-Gang-Schaltgetriebe an die Hinterräder. Auf dem Papier macht das Auto die 0-100 km/h in 5,4 Sekunden. Nach den Standards der frühen 1980er eine absolute Rakete und selbst über 40 Jahre später noch mehr als respektabel.
Der Beschreibung des Verkäufers zufolge ist der Turbo "in exzellentem Zustand und erhielt kürzlich eine Neulackierung im ursprünglichen Rinspeed-Ton Pearl White". Die Bilder in der Galerie belegen die gute Verfassung des Autos. Die einzigen kleineren Makel scheinen ein wenig Patina an den traumhaft schönen Ledersitzen mit ihrem mittigen Karo-Muster sowie ein paar Lackschäden an den Felgen zu sein. Der Motor wurde zuletzt 2014 umfangreich gewartet.
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Ob der extrem ausgefallene, sehr eigene Rinspeed R69 es irgendwann nochmal zum ernsthaften Sammlerauto schafft, ist fraglich. Das suggeriert auch der aktuell gebotene Preis von 50.000 Pfund (ca. 58.000 Euro), der deutlich unter dem liegt, was derzeit für originale 930 Turbos geboten wird. Allerdings läuft das Angebot auch noch elf Tage.
Am besten trifft es wohl das Fazit von den Anbietern Collecting Cars: "Es wäre eine amüsante Addition zu jeder Sammlung und sorgt bei Ausfahrten garantiert für Aufsehen und offene Münder."
Bildergalerie: Porsche 930 Turbo Rinspeed R69 steht zum Verkauf
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Quelle: Collecting Cars
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