Wird der All-Terrain 911 doch noch Wirklichkeit?

Der Anblick eines höhergelegten Porsche 911 dürfte vielen Fans vertraut sein. Allerdings eher aus der Vergangenheit (1984 gewann Porsche mit dem 953 die Rallye Paris-Dakar) oder von den Safari-Umbauten diverser Tuner, die in letzter Zeit wie Pilze aus dem Boden schießen.

Dass die Zuffenhausener selbst nochmal einen Elfer mit Gelände-Talent aufbauen, galt bisher als relativ ausgeschlossen. Allerdings wurde jetzt bereits zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten ein 992 Prototyp mit deutlich erhöhter Bodenfreiheit und dickeren Reifen erwischt.

Auch die Radhäuser sehen aus, als wären sie ein wenig angeschwollen. Bei genauerem Hinsehen erkennt man tatsächlich aufgesetzte Verbreiterungen. Zudem gibt es Veränderungen am vorderen und hinteren Stoßfänger inklusive heraufgesetztem Kennzeichen. Womöglich um die Böschungswinkel des Fahrzeugs zu vergrößern?

Das letzte Mal, dass Porsche einen 911 im Safari-Stil baute, war 2012. Allerdings zeigte man das Gefährt der Öffentlichkeit erstmals im vergangenen November. Es handelt sich dabei um einen fahrbaren Prototypen mit verbreiterten Radhäusern, höhergelegtem Fahrwerk, geländetauglicheren Schürzen sowie einem großen Flügel und einer Lichtleiste auf dem Dach. Der Innenraum ist aufs Nötigste reduziert, hat zwei Schalensitze und einen Käfig. 

Der 991 Safari blieb ein Einzelstück. Ob es bei diesem seltsamen 992 Prototypen ebenso sein wird, wird sich zeigen. Einigen Medienberichten zufolge hat Porsche die Rückkehr eines Rallye-Elfers bereits dementiert. Das Auto sei lediglich aufgebaut worden, um verschiedene Fahrwerks-Setups zu erproben, wurde aus Zuffenhausen mitgeteilt.

Das frühe Aus für die Hoffnungen vieler Enthusiasten oder lediglich ein geschicktes Ablenkungsmanöver? Inzwischen kennen wir Porsches Modell-Strategie beim Elfer - es scheint, als könnte es gar nicht genug Varianten der Sportwagen-Ikone geben. Da käme doch eine ganz neue und aktuell so fürchterlich hippe Crossover-Version gerade recht. 

Zudem sehen wir - wie anfangs erwähnt - immer mehr Offroad-Elfer von Tunern und Restomod-Werkstätten. Zuletzt sorgte Singer mit seiner All-Terrain Competition Study für Aufsehen. Auch Ruf erzeugte mit seinem Rodeo ein gewaltiges Echo. 

All das zeigt, dass die Nachfrage nach einem 911 auf Stelzen gegeben ist. Bleibt abzuwarten, ob Porsche das ähnlich sieht, oder ob es wirklich bei einem Fahrwerks-Erprobungsfahrzeug bleibt.

Bildergalerie: Porsche 911 Safari (2021) Erlkönigbilder