82 PS mehr für den Biturbo-V8

Bereits vor einem halben Jahr zeigte Luxus-Tuner Novitec erste Upgrades für den Nachfolger des Ferrari 488. Damals schon kündigte man an, an einem Aerodynamik-Paket für den F8 Tributo zu arbeiten. Selbiges ist nun ganz offensichtlich fertig. Und eine weitere Leistungssteigerung mit noch mehr Dampf schiebt man auch gleich hinterher.  

720 PS und 770 Nm leistet der 3,9-Liter-Biturbo-V8 im neuesten Mittelmotor-Biest aus Maranello ab Werk. Die bisher verfügbare Top-Leistungsteigerung, bestehend aus einer Änderung der Motorelektronik per Plug&Play-Modul sowie einer neuen Auspuffanlage, mündete in 787 PS und 882 Nm Drehmoment. Nun hat man offenbar noch ein paar weitere Pferde gefunden. 802 PS und 898 NM können die Allgäuer aktuell realisieren. 

Der Spurt von 0-100 km/h ist laut Tuner damit in 2,6 Sekunden erledigt, die Höchstgeschwindigkeit steigt auf "über 340 km/h". Zudem verspricht man ein noch direkteres Ansprechverhalten und kraftvolleren Durchzug.  

Wer einen Ferrari aus den 2020er-Jahren mit einem von - sagen wir - 2005 vergleicht, wird merken, dass sogar die Preziosen aus Maranello nicht vor den modernen Klangverweigerern der EU gefeit sind. Novitec hilft auf Wunsch mit verschiedenen Abgassystemen aus, darunter auch eine leichte Inconel-Variante mit Feingold-Beschichtung, wahlweise mit oder ohne elektronischem Soundmanagement.

Alle Varianten sind laut Novitec komplett wärmeisoliert, um den Temperaturhaushalt im Motorraum zu optimieren. Dazu gibt es 100-Zellen-Sportkatalysatoren, die ebenfalls wärmeisoliert sind und auf Wunsch ebenfalls mit Feingoldbeschichtung geordert werden können.

Neu ist, wie erwähnt, das Carbon-Bodykit für den Tributo. Vorne sollen ein zweiteiliger Frontspoiler und Flaps an den seitlichen Lufteinlässen den Auftrieb bei hohen Geschwindigkeiten reduzieren. Dazu gibt es eine Blende für den Front-Lufteinlass und einen Einsatz für die Fronthaube.

An der Fahrzeugflanke fallen die neuen Seitenschweller, Carbon-Blenden für die Spiegel und Luftleitelemente für die seitlichen Lufteinlässe ins Auge. Am Heck soll ein fetter Flügel den Abtrieb an der Hinterachse "deutlich vergrößern". Wer keine Lust auf Theke hat, kriegt alternativ auch eine dezentere Spoilerlippe. 

Den Seriendiffusor pimpen die Stettener mit einer Abdeckung, Luftauslässen und Finnen aus Carbon. Optional gibt es auch einen hauseigenen Diffusor, der in den Serienstoßfänger integriert wird. Die Motorhaube wird auf Wunsch mit einer Sicht-Carbon Blende aufgewertet.

Novitecs F8 Tributo lässt sich auf eine ganze Reihe von Schmiedefelgen stellen, die mit den amerikanischen Räder-Gurus von Vossen entwickelt wurden. Top of the Pops ist das sogenannte NOVITEC NF10-Schmiederad in 9Jx21 vorne und 12Jx22 auf der Hinterachse mit Reifen in den Dimensionen 255/30 ZR 21 und 335/25 ZR 22.

Gute 35 Millimeter weniger Bodenfreiheit und ein direkteres Handling soll ein Satz Sportfedern mit sich bringen. Die Tieferlegungsfedern können bei allen Fahrzeugen, ob
mit oder ohne Frontlift-System, installiert werden. Der Tuner bietet auch ein eigenes System an,
das die Front per Knopfdruck im Cockpit um ca. 40 Millimeter anhebt, wenn beispielsweise eine
Rampe im Parkhaus oder ein Speed Bumper im Stadtverkehr überwunden werden muss.

Wie gewohnt kann auch das Interieur bis ins kleinste Detail individualisiert werden. 

Bildergalerie: Novitec Ferrari F8 Tributo