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Ford Mustang Mach 1: Hochleistungs-Version kommt auch zu uns
460 PS, serienmäßiges MagneRide-Fahrwerk und Handschaltung mit Zwischengasfunktion

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
16. Okt. 2020 um 11:00 Uhr
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Zum ersten Mal in der Mustang-Historie bietet Ford die Hochleistungsversion Mustang Mach 1 auch europäischen Kunden an. Dies hat das Unternehmen nun bei der Goodwood SpeedWeek bekanntgegeben. Der Mustang Mach 1 ist in Deutschland demnächst bestellbar; Angaben zum Preis gibt es aber noch nicht.
5,0-Liter V8 mit 338 kW (460 PS)
Für den Antrieb sorgt eine Version des 5,0-Liter-V8 mit 460 PS - das sind zehn PS mehr als bei der Serienversion Mustang GT. Dazu gehört ein Open-Air-Ansaugsystem, über das der Achtzylinder besonders frei atmen kann. Die Spitzenleistung wird bei 7.500 Touren erreicht - statt bei 7.000 Touren. Keine Änderung gibt es beim Drehmoment, das wie beim Mustang GT 529 Newtonmeter bei 4.600 U/min erreicht.
Vom Shelby GT350 übernimmt der Mustang Mach 1 den externen Ölkühler. So verbessert sich die Leistungsfähigkeit des Kühlsystems um 75 Prozent. Eine eigens entwickelte Sport-Abgasanlage mit aktiver Klappensteuerung und vier jeweils 4,5 Zoll (11,4 Zentimeter) großen Endrohren betont den Sound.
Handschaltung mit Zwischengasstößen
Hinzu kommt eine Sechsgang-Schaltung vom Typ Tremec 3160. Sie soll besonders schnelle und präzise Gangwechsel bei hohen Drehzahlen ermöglichen. Beim Herunterschalten gleicht die elektronische Steuerung über Zwischengasstöße automatisch den Drehzahlunterschied aus. Dies wirkt einem Überbremsen der angetriebenen Hinterräder entgegen. Beim Hochschalten muss der Fahrer den Fuß nicht vom Gaspedal nehmen, was die Zugkraftunterbrechung verkürzt. Alternativ gibt es eine modifizierte Zehngang-Automatik mit verbessertem Drehmomentwandler.
Unabhängig vom gewählten Getriebe ist der Mustang Mach 1 ab Werk mit einer mechanischen Differenzialsperre an der Hinterachse ausgerüstet. Sie verbessert die Traktion beim Herausbeschleunigen aus Kurven und bei Geradeausfahrt.
Serienmäßige MagneRide-Dämpfer
Das Fahrwerk basiert serienmäßig auf MagneRide-Stoßdämpfern. Diese passen sich automatisch an die Fahrsituation an. Dazu wird eine Hydraulik-Flüssigkeit eingesetzt, deren Viskosität durch ein Magnetfeld gesteuert werden kann. MagneRide-Dämpfer gibt es optional auch für das Serienmodell; die beim Mach 1 eingesetzte Version wurde aber speziell kalibriert. Dazu kommen straffere Federn vorne, stärkere Querstabilisatoren und angepasste Aufhängungselemente.
Zudem wurde die Lenkung neu abgestimmt und ein leistungsfähigerer Bremskraftverstärker eingebaut. Die 19-Zoll-Aluräder haben ein eigenständiges Design und sind an der Vorder- wie Hinterachse einen halben Zoll breiter als bei anderen Mustang-Modellen. Sie tragen rundstreckentaugliche High-Performance-Reifen vom Typ Michelin Pilot Sport 4.
22 Prozent besserer aerodynamischer Abtrieb
Auch wenn sie in erster Linie aerodynamische Funktionen haben: Die besonderen Formen des Editionsmodells greifen auch gestalterisch Akzente der historischen Modelle auf. Dies betrifft die seitlichen Lufteinlässe sowie den neuen Grill mit integriertem Splitter-Element.
Insgesamt generiert der Mustang Mach 1 einen aerodynamischen Abtrieb, der um 22 Prozent höher liegt als beim Mustang GT. Dies geht vornehmlich auf das Konto des Diffusors und des Unterbodens. Der Frontspoiler sorgt für mehr Anpressdruck an der Vorderachse, während der Heckspoiler die Balance wieder herstellt.

Design
Wie bei den Vorgängern des Mustang Mach 1 aus den 60er- und 70er-Jahren zieren spezielle Design-Elemente die Motorhaube und die Flanken. So ergeben sich acht Kombinationen aus Karosseriefarbe und entsprechend angepassten Zier-Elementen. Der obere und untere Kühlergrill erhalten eine glänzend-schwarze Beschichtung, das Mach-1-Logo ziert den Kofferraumdeckel sowie die vorderen Kotflügel.
Innen gibt es ein Ebenholz-Farbschema und dunkles Aluminium sowie Sportsitze mit Lederbezug und Kontrastnähten. Eine Plakette am Armaturenbrett trägt das Mach-1-Logo und die Produktionsnummer. Besondere Einstiegsleisten und eine andere "Begrüßungsgrafik" für das 12,0-Zoll-Instrumentendisplay kommen hinzu.
Beheizte und belüftete Vordersitze gehören zur Serienausstattung, genauso wie das Infotainmentsystem Sync 3, ein Premium-Soundsystem von B&O.
Mehr zum Mustang Mach 1:
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Mach-1-Geschichte reicht zurück bis 1969
Die Geschichte des Mustang Mach 1 reicht zurück bis ins Jahr 1969. Die erste Generation basierte wie heute auf dem Mustang GT, übertraf diesen aber mit leistungsstärkerem V8, einem Rennfahrwerk und speziellen Design-Elementen. Auf ihr Konto gehen zahlreiche Geschwindigkeitsrekorde auf dem Bonneville-Salzsee. Weitere Mach-1-Modelle folgten 1971, 1974 und 2003. Bis heute wurden mehr als 300.000 Exemplare des Mustang Mach 1 produziert.
Bildergalerie: Ford Mustang Mach 1 (2021)
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