Nur 88 Exemplare werden ab 2021 gebaut

Weltpremiere für den Aston Martin V12 Speedster: Genauer gesagt, für einen seriennahen Prototypen des extremem Roadsters. Die für 2021 geplante Kleinserie soll ordentlich Geld in die Kasse spülen. Nur 88 Exemplare des puristischen Modells werden gebaut.

Der Aston Martin V12 Speedster wurde von "Q by Aston Martin" entwickelt und ist ein laut Hersteller ein "wahrhaft viszerales Fahrerauto, das sowohl von der reichen Renngeschichte der Marke als auch vom aeronautischen Design inspiriert ist." Nun ja. Fest steht beim Anblick des Prototyps: Wie einst beim Renault Sport Spider wird auf eine Windschutzscheibe verzichtet. Ob es eine solche gegen Aufpreis geben wird, verrät Aston Martin nicht.

Unter Verwendung von Aston Martins neuester Aluminiumverbund-Architektur nutzt der V12 Speedster Elemente der DBS Superleggera- und Vantage-Modellreihen. So gibt es Einzelrad-Doppelquerlenker vorne und eine Mehrlenker-Hinterradaufhängung mit Schraubenfedern samt adaptiver Dämpfung, die die Modi Sport, Sport+ und Track bietet.

Zusätzlich profitiert der V12 Speedster von serienmäßigen 21-Zoll-Leichtmetallrädern mit geschmiedeten Zentralverschluss. Carbon-Keramik-Bremsen im Format 410 mm an der Vorderachse und 360 mm an der Hinterachse gehören ebenfalls zur Serienausstattung.

Aston Martin V12 Speedster Prototyp

Über dem einzigartigen Fahrwerk des V12 Speedster befindet sich eine maßgeschneiderte Karosserie, die fast vollständig aus Karbonfaser besteht. Miles Nurnberger, Design-Direktor von Aston Martin Lagonda, sagt: "Mit dem V12 Speedster gehen wir einen Schritt zurück und lassen uns von unserer Vergangenheit inspirieren. Seit der Markteinführung des DB11 ist alles konzentriert und sehr zukunftsorientiert.

Hier finden wir jedoch ein anderes Tempo. Es gibt eine klare Abstammung vom Le Mans-Sieger DBR1 aus dem Jahr 1959 bis zu unserem hundertjährigen Jubiläum des CC100 Speedster Concept im Jahr 2013. In der Mitte ist auch ein wenig vom 1953er DB3S zu sehen."

Nurnberger fügt hinzu: "Kein Dach oder Scheibe, ein großer Motor. Das leichte, niedrige Heck kontrastiert mit dem kühnen, vergrößerten Kühlergrill, den einzigartigen Scheinwerfern und dem Nasenloch der Motorhaube vorne. Die Nasenlöcher der Motorhaube haben wir schon lange nicht mehr gemacht, aber wir haben sie zurückgebracht. Es ist optisch ein netter Trick, damit wir etwas Platz für den V12 gewinnen können. Es schafft diese ikonisch aussehende Lüftungsöffnung."

Aston Martin V12 Speedster Prototyp

Die Spezifikation des Innenraums verwendet eine Mischung aus traditionellen und modernen Materialien. Strukturelle Satin-Kohlefaser kontrastiert mit traditionellem, handgefertigtem Sattelleder, Chrom, Aluminium und sogar 3D-gedrucktem Gummi. Vor dem Beifahrer befindet sich eine abnehmbare Ledertasche anstelle des traditionellen Handschuhfachs, während unter den hinteren Stoßfängern zusätzlicher Stauraum für Gepäck vorhanden ist.

Der V12 Speedster, wie er jetzt enthüllt wurde, wurde in einer konzeptionellen Spezifikation gezeigt, die vom Kampfjet F/A-18 inspiriert ist. Sie wird für Kunden auf Bestellung erhältlich sein. Diese auffällige Lackierung ist aus einer neuen Zusammenarbeit mit Boeing hervorgegangen und wurde vom maßgeschneiderten Anpassungsservice der Marke 'Q by Aston Martin' erstellt.

So gibt es "Skyfall Silver" mit kontrastierendem Satinschwarz an den Auspuffendrohren und Lüftungsgittern. Das dunkle Thema wird auf das Interieur übertragen, mit satiniertem dunklem Chrom, bearbeitetem Aluminium, schwarzem Leder, schwarzem Textil, schwarzen Teppichen und lebhaft roten Aston Martin-Türgriffen innen.

Angetrieben wird der V12 Speedster von Aston Martins 5,2-Liter-Twin-Turbo-V12 mit einer Spitzenleistung von 700 PS und einem Drehmoment von 753 Newtonmeter. Der in der Mitte vorn montierte 48-Ventiler aus Leichtmetall ist mit einem 8-Gang-Automatikgetriebe von ZF sowie einem Sperrdifferenzial verbunden.

Der V12 Speedster ist in der Lage, in 3,5 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen. Bei 300 km/h wird die Höchstgeschwindigkeit elektronisch abgeregelt. Aston Martin verspricht außerdem eine kräftigere klangliche Signatur. Um dies zu erreichen, haben die Ingenieure ein maßgeschneidertes Edelstahlauspuffsystem entwickelt, das zentral in der Diffusorfläche am Heck des Fahrzeugs austritt.

Bestellungen für den V12 Speedster werden bereits jetzt entgegengenommen. Die Preise beginnen bei 765.000 Pfund inklusive Mehrwertsteuer, umgerechnet rund 840.000 Euro. Die ersten Auslieferungen werden voraussichtlich im ersten Quartal 2021 starten.

Bildergalerie: Aston Martin V12 Speedster Prototype