Neue Plattform, neue (Elektro-)Motoren

Vor einigen Wochen hatten wir einen Prototypen des neuen Defender mit V8 erwischt. Zuletzt wurde das Auto auch am Nürburgring erwischt. Wie sich zeigt, handelt es sich dabei aber nicht um das einzige SUV, dass Land Rover gerade über die Nordschleife jagt. Taufrische Erlkönigbilder zeigen, dass auch die nächste Generation des Range Rover ihre Kilometer in der Grünen Hölle macht. 

Das Auto ist noch dick mit Tarnung vollgepackt, weil es bis zur offiziellen Vorstellung schon noch ein Weilchen dauern wird. Dennoch erkennt man, dass sich an der grundlegenden Form des Autos nicht viel verändern wird. Es bleibt beim stark kantigen, kastigen Design.

Ein kleines bisschen blitzen durch die Folie die Scheinwerfer und Rückleuchten hervor. Auch hier kann man aktuell keine allzu große Veränderung feststellen. Äußerst merkwürdig sieht die Form der Heckklappe aus. Dabei handelt es sich aber ziemlich sicher um eine Verkleidung, welche die echte Gestaltung der hinteren Partie verbergen soll. Irritierenderweise fehlen auch die elektrische ausfahrbaren Türgriffe, die bei den kleineren Velar und Evoque zu finden sind. 

Dafür sieht es in einem der angehängten Bilder so aus, als könnte der neue Range Rover über eine Allradlenkung verfügen. Während die Vorderräder hier nach links eingeschlagen sind, zeigen die hinteren eine leichte Neigung nach rechts. 

Das wichtigste Element der nächsten, insgesamt fünften Range-Rover-Generation ist aber sicher die komplett neue MLA-Plattform (Modulare Längs Architektur). Diese Alu-Plattform ermöglicht traditionelle Antriebe mit Benzin- und Diesel-Motoren (die ja zuletzt schon auf Mildhybrid umgestellt wurden), aber auch Plugin-Hybride und reine Elektroantriebe.

Ursprünglich sollte der Jaguar XJ das erste Auto sein, das den neuen Unterbau nutzt, aber offenbar verschiebt sich der Start der rein elektrischen Luxuslimousine nun auf Ende 2021. Land Rover wird die Architektur neben dem Range Rover auch beim kommenden Range Rover Sport und bei einer Art straßentauglicherem Crossover, der Road Rover heißen könnte, verwenden.

Das Motorenprogramm für den aktuellen Range hat Land Rover erst kürzlich aufgefrischt. Deshalb dürfte es bei der kommenden Generation kaum Änderungen geben. Wir erwarten natürlich früher oder später mehr Plug-in-Hybride. Außerdem wird der alte 5,0-Liter-Kompressor-V8 wohl durch einen 4,4-Liter-V8 von BMW ersetzt.

Die aktuelle Generation des Range Rover ist bereits seit 2012 auf dem Markt und damit eines der ältesten Modelle im Segment. Bedenkt man, dass es mit dem Mercedes GLS und dem BMW X7 zwei relativ neue Luxus-Alternativen gibt, sollte Land Rover schleunigst in die Pötte kommen, um besser gegen die Deutschen gewappnet zu sein.

Es wird davon ausgegangen, dass der nächste Range Rover gegen Ende 2021 beim Händler steht.

Bildergalerie: Range Rover (2021) neue Erlkönigbilder