Elektro-SUV soll danach auch nach Europa und USA kommen

Die Serienversion des Nissan Ariya wird am 15. Juli enthüllt. Das gab der japanische Hersteller nun offiziell bekannt. Der Ariya ist ein rein elektrisch angetriebenes SUV. Die Produktion im japanischen Tochigi soll schon bald nach der Enthüllung beginnen. Nach der Markteinführung in Japan sollen Europa und die USA folgen, dies allerdings wohl erst 2021.

Als Studie wurde der Ariya im Oktober 2019 vorgestellt, danach stand er im Januar auf der Elektronikmesse CES. Das Auto soll Nissans neuen elektrischen Allradantrieb e-4ORCE und das autonome Fahrsystem ProPilot 2.0 erhalten, berichtet nun Automotive News Europe.

Der elektrische Allradantrieb e-4ORCE wurde von Nissan im Juni in einem Leaf-Prototypen vorgestellt. Er soll mit seinen beiden Elektromotoren 220 kW (300 PS) und über 650 Newtonmeter Drehmoment liefern, wie MotorAuthority im Juni berichtete. Der Ariya soll 300 Meilen (480 Kilometer) elektrische Reichweite bieten und den Sprint von 0 auf 100 km/h in rund fünf Sekunden absolvieren. In sportlich gefahrenen Kurven soll das System eine besonders hohe Spurstabilität bieten.

Der Ariya soll helfen, Nissan aus der Krise herauszubringen. Auf der Hauptversammlung des Unternehmens am gestrigen Montag sagte CEO Makoto Uchida, der Wagen solle in der kommenden Zeit "das Gesicht der Marke" sein und die Erneuerung der globalen Modellpalette einleiten.

Uchida entschuldigte sich auf der Aktionärsversammlung auch für die deutlichen Verluste der Firma. Zum Ende des ersten Quartals hatte Nissan ein heftiges Jahres-Minus von 5,7 Milliarden Euro gemeldet. Um aus der Krise zu fahren, will Nissan künftiger weniger auf hohe Absatzzahlen setzen als auf Profitabilität. Ein erster Schritt zur Umsetzung dieser Strategie war offenbar die kürzlich erfolgte Schließung des Nissan-Werks in Barcelona. Die Produktion in Europa soll sich künftig auf das britische Werk in Sunderland konzentrieren.

Bildergalerie: Nissan Ariya Concept