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McLaren Speedtail: 757 PS starker Biturbo-V8 plus 230 kW starke Elektromaschine

Mit einem Leistungsgewicht von 1,43 Kilo pro PS liegt der Hybrid-Bolide ziemlich weit vorn

McLaren Speedtail

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

4. Mai 2020 um 09:08 Uhr

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Kürzlich hat der McLaren Speedtail in Hochgeschwindigkeits-Tests über 30 Mal seine Höchstgeschwindigkeit von 403 km/h (250 mph) erreicht. Außerdem sprintet der Bolide in 13 Sekunden auf Tempo 300. Nun beantwortet McLaren die Frage: "Wie schafft der Speedtail das?"

Neben der ausgefeilten Aerodynamik und der Leichtbautechnik hat der schnellste McLaren aller Zeiten ein Hybridsystem, das aus einem Biturbo-V8 und einem Elektromotor eine Systemleistung von 1.070 PS und bis zu 1.150 Newtonmeter Drehmoment holt.

Mehr zum Speedtail:

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Der Antrieb ist laut McLaren-Homepage ein Parallelhybrid-System, das heißt, Verbrenner und E-Motor können den Wagen einzeln oder gemeinsam antreiben. Den Hauptanteil der Gesamtleistung kommt aus dem 4,0-Liter-Benziner, der vom 800-PS-Motor aus dem McLaren Senna abgeleitet sein dürfte. Im Speedtail bringt er 757 PS und 800 Newtonmeter. Der Motor besitzt ein besonders leichtes Luftansaugsystem, eine verbesserte Zylinderkopfkühlung und ein überarbeitetes Kolbendesign. 

Der Elektromotor erzeugt 230 kW (313 PS). Wer die PS-Werte zusammenrechnet, kommt auf die Maximalleistung von 1.070 PS. Rechnet man zum Trockengewicht von 1.430 Kilo noch 100 Kilo für Fahrer und Flüssigkeiten drauf, ergibt sich ein Leistungsgewicht von 1,43 Kilo pro PS. Zum Vergleich: Der Senna liegt bei 1,62, der Ferrari F12tdf bei 1,94 Kilo/PS und der Bugatti Chiron bei 1,38 Kilo/PS. Die Spitze liegt unseres Wissens derzeit bei 1,19 für den Koenigsegg Agera RS.

Der Akku speichert nur 1,6 Kilowattstunden elektrische Energie. Das dürfte allenfalls zum Anfahren reichen. Dennoch erwähnt McLaren, dass zur Kühlung kein Wasser-Glykol-Gemisch verwendet wird, sondern ein elektrisch nicht leitendes Öl, das die Wärme offenbar besonders schnell ableiten kann.

McLaren Speedtail

Cockpit: Der Fahrer sitzt in der Mitte, Monitore zeigen die Bilder der Außenkameras

Der Speedtail wird als Nachfolger des McLaren F1 angesehen. Von diesem übernimmt er die zentrale Fahrerposition mit zwei Sitzen schräg dahinter. Die über fünf Meter lange Carbon-Karosserie fällt durch ihr langgezogenes, spitzes Heck auf. Zu den weiteren Besonderheiten gehören eine Karosserieabsenkung bei hohem Tempo, Kameras statt Außenspiegeln und elektrochrome Scheiben, die auf Knopfdruck getönt werden.

Das Auto soll angeblich mindestens 2,1 Millionen Pfund kosten, also rund 2,4 Millionen Euro. Die 106 Stück, die McLaren bauen will, sind längst vergeben, die Auslieferung an die Kunden startete Anfang 2020.

Bildergalerie: McLaren Speedtail: Das Hybridsystem

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