Elektro-Neuzulassungen im Januar und Februar 2020: plus 140 Prozent
Elektroautos und Plug-in-Hybride etwa gleich beliebt
In Deutschland wurden im Januar und Februar 32.674 E-Fahrzeuge (Elektroautos, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenautos) neu zugelassen. Das ist ein Plus von 140 Prozent.
Der Anteil am Gesamtmarkt lag bei knapp 7 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch wie im Gesamtjahr 2019, wo es nur 3 Prozent waren. Damit scheint sich die Prognose von "Auto-Professor" Stefan Bratzel zu bestätigen, der für das Gesamtjahr 2020 einen E-Fahrzeug-Anteil (BEVs und PHEVs) von sechs Prozent prognostiziert hat.
Dabei waren Elektroautos und Plug-in-Hybride praktisch gleich beliebt: Von beiden elektrifizierten Fahrzeugtypen wurden jeweils etwa 16.000 Stück beim Kraftfahrtbundesamt registriert. Brennstoffzellenautos (FCEV) spielen erwartungsgemäß keine wesentliche Rolle: Das Tankstellennetz für Wasserstoff ist dünn und die Zahl der angebotenen Fahrzeuge gering.
Reinhard Zirpel, Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) betonte: "Wir erleben 2020 bei den Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen einen echten Niveausprung gegenüber dem Vorjahr. Fördermaßnahmen wie der Umweltbonus oder Steuererleichterungen und die Modelloffensiven der Hersteller haben den Kunden gezeigt, dass Staat und Industrie es mit den alternativen Antrieben ernst meinen.“

Auch Hybridfahrzeuge ohne Stecker (HEV) waren beliebt: In den ersten beiden Monaten des Jahres wurden fast 44.000 Stück davon neu zugelassen, also deutlich mehr als von Elektroautos und Plug-in-Hybriden. Hier war die Zunahme gegenüber dem Vorjahr mit 69 Prozent stark, aber nicht so stark wie bei BEVs und PHEVs.
Bei Erdgasfahrzeugen (CNG) gab es eine Verdoppelung der Nachfrage gegenüber dem Vorjahr, aber auf geringem Niveau: Mit 1.630 neu zugelassenen Autos fristet CNG als Kraftstoff nur noch ein Nischendasein. Deren Anteil dürfte langfristig zurückgehen, da kürzlich VW angekündigt hat, die Technik nicht mehr weiter zu entwickeln. Ansonsten bietet nur noch Fiat CNG-Autos an. Praktisch keine Rolle mehr spielen LPG-Antriebe, also Autos mit Flüssiggas.
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