Ein moderner Carrera RS 2.7?

Von der Premiere des Porsche 911 Turbo S der nächsten Generation sind wir noch einige Monate entfernt, aber wir haben bereits einige Prototypen auf öffentlichen Straßen und Rennstrecken gesehen. Heute zeigen wir euch noch ein weiteres Testauto, aber diesmal haben unsere Fotografen rund um Stuttgart den 992er-Turbo mit einer interessanten Tarnung entdeckt.

Eigentlich sieht hier fast alles wie erwartet aus, bis auf den kleinen festen Heckflügel. Es ist das, was viele als "Entenbürzel" bezeichnen und von der so genannten "Sport Classic"-Serie des Herstellers bekannt ist. Kenner der Porsche-Historie erinnern sich natürlich an den bebürzelten 911 Carrera RS 2.7 von 1972, der heute astronomische Preise erzielt. Doch zurück zum Thema "Sport Classic"-Serie: Der große Unterschied besteht darin, dass dieses Auto auf dem kommenden 911 Turbo S basiert, während der vorherige 911 Sport Classic den Carrera S als Grundlage verwendete.

Bildergalerie: Porsche 911 Turbo S "Ducktail" Erlkönig

Zur Erinnerung: Die bisher gesehenen 911-Turbo-S-Prototypen verfügen über einen aktiven Heckflügel, der deutlich größer ist als der fest stehende Spoiler dieses Prototyps (siehe Vergleich unten).

Porsche 911 Turbo S "Ducktail" Erlkönig
Porsche 911 Turbo Nürburgring Erlkönig

Wir haben ein paar verschiedene Theorien darüber, was Porsche für die aktuelle Generation des 911 (also den 992) plant. Eine sehr plausible Option ist, dass Porsche den Turbo S einfach für eine Basis einer neuen Sport Classic Serie verwenden wird, die auf wenige hundert Exemplare begrenzt sein könnte. Andererseits könnte ein noch heißerer 911 Turbo - den wir theoretisch vorerst Turbo RS nennen werden - in der Pipeline sein. Ein moderner Carrera RS in der gleichen Art und Weise wie das gleichnamige Auto aus den 1970er-Jahren scheint ebenfalls möglich.

Was auch immer der Fall ist, wir sollten im nächsten Jahr mehr wissen. Nach jüngsten Informationen wird der neue 911 Turbo S im Frühjahr 2020 sein Debüt geben, im Heck arbeitet dann ein mächtiger 3,8-Liter-Biturbo-Sechszylinder. Man munkelt über rund 650 PS und 800 Newtonmeter Drehmoment, aber natürlich ist an dieser Stelle nichts offiziell.

Fotos: Automedia