1.600 Wasserstoff-Laster sollen bis 2025 produziert werden

Hyundai hat einen Lkw mit Brennstoffzellen-Antrieb entwickelt. Der Wasserstoff-Laster heißt H2 Xcient und verfügt über zwei parallel geschaltete 95-kW-Stacks. Die sieben Wasserstofftanks speichern 35 Kilo Wasserstoff und sorgen so für eine Reichweite von rund 400 Kilometer.

Die ersten 50 Wasserstoff-Lkw liefert Hyundai 2020 in der Schweiz aus, bis 2025 sollen es insgesamt 1.600 Lastkraftwagen sein. Sie werden den im Förderverein H2 Mobility Schweiz zusammengeschlossenen Kraftstoffanbietern (wie Avia, Shell und Mrigrol) sowie Transport- und Logistikunternehmen angeboten.

Der meiste Wasserstoff wird derzeit durch Dampfreforming aus Erdgas hergestellt, wobei CO2 entsteht. Damit ist normaler Wasserstoff nicht umweltfreundlicher als Methan. Der von Hyundais Wasserstofffahrzeug getankte Treibstoff soll jedoch klimaneutral von Hydrospider hergestellt werden, einem Joint Venture des Schweizer Wasserstoffspezialisten H2 Energy, des Schweizer Energieversorgers Alpiq und des Gase-Anbieters Linde. Hydrospider verwendet dazu eine ab Ende 2019 laufende, neue 20-Megawatt-Elektrolyseanlage. Diese wiederum bezieht ihren Strom aus einem Wasserkraftwerk, das klimaneutral arbeitet.

Ziel der Zusammenarbeit mit Hydrospider ist es, mit Tankstellenbetreibern sowie Logistik- und Handelsunternehmen ein Wasserstoff-Ökosystem in der Schweiz und weiteren europäischen Ländern aufzubauen. Partnernetzwerke sollen auch in Deutschland, den Niederlande, Österreich und Norwegen entstehen.

Hyundai bietet auch auf dem Pkw-Sektor schon ein Wasserstofffahrzeug an, den Nexo. Auch Mercedes (vor allem mit dem GLC F-Cell, vielleicht bald auch einem Wasserstoff-Sprinter), BMW (mit einem Wasserstoff-X5) und Toyota (mit dem Mirai, dem Wasserstoffbus Sora und einem Wasserstoff-Laster, dem Beta Truck) setzen weiter auf diese Technologie, während der VW-Konzern sie zumindest in Pkws die nächsten zehn Jahre als nicht realisierbar ansieht.