Das kleine SUV mit Einliter-Turbobenziner gibts ab knapp 19.000 Euro

Der Nissan Juke ist ein echter Methusalem: Schon seit 2010, also seit neun Jahren, ist er auf dem Markt. Nun folgt endlich die zweite Generation. Das kleine SUV wurde am 3. September 2019 zeitgleich in Mailand, London, Paris, Barcelona und Köln vorgestellt. Nun folgen die Preise; sie beginnen bei 18.990 Euro. Damit wird das Auto deutlich teurer; bisher begann die Preisliste bei 16.490 Euro, zuletzt mit Aktionsrabatt bei 15.490 Euro. 

Der neue Nissan Juke wächst allerdings auch deutlich. Die Länge nimmt um 75 Millimeter auf 4,21 Meter zu. Auch Höhe (jetzt 1,60 Meter) und Breite legen jeweils ein paar Zentimeter zu. So bietet das kleine SUV nun mehr Innenraum. Das gilt für das Platzangebot im Fond. Der Kofferraum wächst nur in der fünfsitzigen Konfiguration, der Maximalwert ist sogar etwas kleiner: Jetzt passen 422 bis 1.080 Liter in den Juke, bisher waren es 354 bis 1.189 Liter.

  1.0 DIG-T 117 Schaltversion 1.0 DIG-T 117 DCT
Visia 18.990 Euro -
Acenta 20.990 Euro 22.590 Euro
N-Connecta 22.990 Euro 24.590 Euro
Tekna 25.790 Euro 27.790 Euro
N-Design 26.390 Euro 27.990 Euro

Trotz der gewachsenen Maße soll der Juke laut Hersteller um 23 Kilo leichter geworden sein. Worauf sich das bezieht, gibt Nissan nicht an. Das Leergewicht für die Basisversion liegt jetzt bei 1.182 Kilo, bisher waren es 1.173 Kilo. Die neue Juke-Generation basiert auf einer steiferen Plattform, die die Fahreigenschaften verbessern soll. Unter die Haube kommt nun nur noch ein einziger Motor: ein 1.0 DIG-T, der 117 PS aus drei Zylindern holt. Bisher gab es einen 1,6-Liter-Saugbenziner mit 112 PS, einen 1.6 DIG-T mit 214/218 PS (auch mit Allradantrieb) und einen 1.5 dCi mit 110 PS. Künftig wird es offenbar weder einen Diesel geben noch eine Allradversion.

Neben einer Sechsgang-Schaltung ist ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) mit Lenkradpaddles verfügbar. Der Fahrer kann zwischen den Fahrmodi Eco, Standard und Sport wählen. 

Nissan Juke (2020)

Erstmals für den Juke verfügbar ist das teilautonome Fahrsystem ProPilot. Zum Angebot an Assistenzsystemen gehören ein Notbremssystem mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, Sine Verkehrszeichenerkennung, ein Spurhalteassistent und ein aktiv eingreifender Totwinkelassistent. Letzterer warnt nicht nur bei Hindernissen im Toten Winkel, sondern er bringt das eigene Auto auch zurück auf die Spur -- laut Nissan eine Premiere im Kompaktsegment.

Innen gibt es neue Soft-Touch-Materialien sowie serienmäßige Sportsitze, optional mit Alcantara- oder Lederpolsterung. Das neue Infotainmentsystem Nissan Connect umfasst einen 8,0-Zoll-Touchscreen und unterstützt Apple CarPlay sowie Android Auto. Über eine App lassen sich diverse Fahrzeugfunktionen von ferne steuern. So kann man Reifendruck und Motorölstand prüfen und checken, ob auch wirklich alle Türen verriegelt sind. Die Türen lassen sich auch aus der Entfernung ver- und entriegeln und man kann die Scheinwerfer einschalten. Das mit dem Google Assistant kompatible System ermöglicht auch Sprachbefehle.

Nissan Juke (2020)

Die Farbpalette wird um zwei auf insgesamt elf Töne erweitert. Darüber hinaus sind durch die drei verschiedenen Dachfarben auch Bicolor-Versionen bestellbar. Eine besonders weit gehende Individualisierung ermöglicht die Version N-Design. Daneben gibt es vier weitere Ausstattungslinien sowie zum Marktstart die limitierte Premiere Edition mit Vollausstattung (ab 29.180 Euro, limitiert auf 50 Stück in Deutschland).

Die Einstiegsversion Visia bietet bereits eine sehr gute Ausstattung. Serie sind ein Audiosystem, Klimaanlage, elektrische Fensterheber vorn und hinten, Tempomat, Verkehrszeichenerkennung, ein Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, ein Fernlicht- sowie ein Spurhalteassistent und elektrische einstellbare Außenspiegel. Sogar LED-Scheinwerfer und LED-Rückleuchten sind stets an Bord.

Bildergalerie: Nissan Juke (2020)