Opel-Rückruf für Adam und Corsa: 210.000 Benziner betroffen
Zu hohe NOx-Werte wegen Lambda-Steuerung
Opel muss 210.000 Adam und Cora zurückrufen. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat die PSA-Marke wegen erhöhter Stickoxid-Emissionen dazu verpflichtet. Das berichtet nun Bild am Sonntag unter Berufung auf das KBA.
Opel Adam und Corsa überschreiten nach dem Bericht die zulässigen Stickoxidwerte für den Straßenverkehr erheblich. Der Rückruf betrifft 210.000 Fahrzeuge in Europa, davon 54.000 Autos in Deutschland.
Die "Lambda-Steuerung" (vermutlich ist die Lambda-Sonde gemeint) funktioniere in einigen Adam- und Corsa-Varianten aus den Jahren 2018 und 2019 bei hohen Geschwindigkeiten nicht richtig, sagte ein Opel-Sprecher auf Anfrage von Bloomberg. Autos mit einer Laufleistung von über 50.000 Kilometer könnten daher die Stickoxidgrenzwerte überschreiten. Opel habe bereits vor zwei Monaten damit begonnen, die Kunden zu informieren, dass sie die Software ihres Autos aktualisieren können, so der Sprecher.
Laut Spiegel sind 1,2- und 1,4-Liter-Benziner betroffen. Danach erfolgt der Zwangsrückruf durch das KBA, nachdem Opel zuvor angekündigt habe, eine fehlerhafte Funktion der Abgasreinigung mit Hilfe von Software freiwillig beseitigen zu wollen. Generell unterscheidet man freiwillige Rückrufe der Autohersteller und Rückrufe, die vom KBA angeordnet werden und dann für den Autohersteller verpflichtend sind.
Bereits im Herbst 2018 hatte Opel einen Rückruf für 100.000 Opel-Fahrzeuge angeordnet. Damals waren aber Diesel, nicht Benziner betroffen. Es ging um Abschalteinrichtungen, die das KBA bereits 2015 bei Opel Cascada, Insignia und Zafira festgestellt hatte. Das KBA hatte damals ein Softwwareupdate durch Opel angeordnet, dieses wäre aber verschleppt worden, wie der Spiegel damals berichtete.
Quellen: Bild am Sonntag via Bloomberg.com und Spiegel Online
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