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Dieselskandal: Anklage gegen Ex-VW-Chef Winterkorn
Schwerer Betrug und unlauterer Wettbewerb gehören zu den Hauptvorwürfen

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
15. Apr. 2019 um 14:09 Uhr
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Martin Winterkorn unter Beschuss: Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat nun in Sachen Dieselskandal Anklage gegen den Ex-Volkswagen-Chef erstattet. Zu den Vorwürfen gehören schwerer Betrug, Untreue und ein Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Neben Winterkorn werden noch vier andere Personen angeklagt, berichtet FAZ.de.
Mehr zur Causa Winterkorn:
Winterkorn habe bereits im Mai 2014 Kenntnis von der Abschaltvorrichtung erhalten, habe sie jedoch vor den Behörden in Europa und den USA geheim gehalten. Außerdem habe er den Vertrieb der betroffenen Fahrzeuge nicht gestoppt. Winterkorn war von 2007 bis 2015 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG und trat am 23. September 2015 wegen des Dieselskandals zurück.
Bereits 2015 hatte es Berichte gegeben, wonach Winterkorn schon früh über die Manipulationen bescheid gewusst hatte. Schon damals hatte es geheißen, es hätte bereits im Frühjahr 2014 eine Sitzung des VW-Markenvorstands zu dem Thema gegeben, die WiKo wahrscheinlich geleitet habe.
Die US-Umweltbehörde wusste ab Mai 2014 von den Manipulationen. Dies ginge aus einem Brief der EPA an VW vom September 2015 hervor, so die FAZ im Oktober 2015. VW reagierte im Dezember 2014 mit einem freiwilligen Rückruf in den USA, der das Problem jedoch nicht behob. Als die EPA dies im Juli 2015 dem Autohersteller mitteilte, reagierte der allerdings nicht. Damit wartete VW, bis die Behörde den Sachverhalt im September 2015 veröffentlichte.
In der Folge gab VW ein illegales Vorgehen in den USA zu und zahlte rund 29 Milliarden Euro an Strafen und Wiedergutmachung. Für Europa hat VW dagegen immer wieder bestritten, dass es sich bei den Veränderungen an der Software um eine verbotene Abschalteinrichtung handelt und sich auf den notwendigen Schutz des Motors berufen.
Quelle: FAZ.net
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