Los geht es bei 30.450 Euro

Es gibt schon mehr Details zur elektrischen Variante des Peugeot 208, also so mancher denkt. Nun gibt es auch schon eine komplette Preisliste und wer will, kann sich das Auto auf der Peuegot-Seite konfigurieren. Bestellbar ist der Wagen ab sofort (17. Juni 2019).

Der Akku hat eine Kapazität von 50 Kilowattstunden (kWh). Damit wird eine Reichweite von 340 Kilometer nach WLTP möglich. Das sinf 50 Kilometer weniger, als der neue Renault Zoe (390 WLTP-Kilometer) schafft. Zum Aufladen gibt es drei Optionen:

  • an einer Haushaltssteckdose in 16,5 Stunden (Legrand-Green-Up-Dose mit geeigneter Absicherung)
  • an der Wallbox in fünf Stunden und 15 Minuten beim dreiphasigen Laden (11 kW)
  • an der Wallbox in acht Stunden beim einphasigen Laden (7,4 kW)
  • an einer Schnellladesäule in 30 Minuten zu 80 Prozent bei 100 kW

Der e-208 beherrscht also das dreiphasige Laden mit immerhin 11 Kilowatt. Die koreanischen Elektroautos von Kia und Hyundai können dagegen nur einphasig mit maximal 7,2 kW laden (oder an der Schnellladesäule). Die Nase vorne hat weiter der Renault Zoe, der mit bis zu 22 kW Wechselstrom geladen werden kann und in der neuen Version auch Gleichstrom mit 50 kW verträgt.

Peugeot E208 2019

Peugeot bietet in Kooperation mit der Berliner Firma PlugSurfing GmbH auch ein Roaming fürs Aufladen an. Der Ladepass gewährt laut Peugeot Zugang zu rund 90.000 Ladestationen in Europa. Die genauen Konditionen sind noch nicht bekannt, aber bei Plugsurfing selbst zahlt man keine monatliche Grundgebühr, sondern nur einmalig 10 Euro. Plugsurfing kümmert sich um die Abrechnung mit den einzelnen Ladesäulen-Betreibern wie EnBW, Allego oder anderen. Über eine App sieht der Benutzer, welche Ladesäulen es in der Umgebung gibt. Die Garantie für die Batterie beträgt 8 Jahre oder 160.000 Kilometer (bezogen auf 70 Prozent der Ladekapazität).

Technische Basis für den e-208 ist die Plattform e-CMP, die Elektroversion der bekannten Plattform CMP alias EMP1, auf der auch der DS 3 Crossback und der Opel Corsa aufsetzen werden. Der Elektromotor mit 100 Kilowatt (136 PS) entwickelt aus dem Stand ein maximales Drehmoment von 260 Newtonmeter. Es gibt drei Fahrmodi: Eco, Normal und Sport. Die Stärke der Rekuperation wird zweistufig am Getriebehebel eingestellt: Im moderaten Modus ähnelt das Bremsgefühl dem eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor, daneben gibt es einen Modus, in dem man das Auto fast ausschließlich über das Gas-Wegnehmen verzögern kann.

Mittelkonsole des neuen Peugeot e-208 (2019)
Die Einstellung der Rekuperation soll am Getriebehebel erfolgen, aber wo?

Zur Verringerung des Stromverbrauchs des Elektroautos gibt es eine Vorklimatisierung über den Touchscreen des Autos oder per App. So wird das Auto auf Temperatur gebracht, solange es am Netz hängt. Außerdem gibt es eine Wärmepumpe. 

Die Batterie ist im Fahrzeugboden untergebracht. So ist das Raumangebot und das Kofferraumvolumen (270 Liter) identisch mit der konventionellen Version.

Markteinführung ist im Herbst 2019. Die Preise für den e-208 beginnen bei 30.450 Euro. Dafür bekommt man die Version Active mit ziemlich viel Ausstattung: LED-Scheinwerfern, Klimaautomatik, Audioanlage, 7-Zoll-Touchscreen, Licht- und Regensensor, Tempomat, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung und schlüsselloses Startsystem. Die höheren Versionen heißen Allure (32.200 Euro) und GT (36.600 Euro).

Bildergalerie: 2019 Peugeot e208