Nach dem normalen GLC ist nun sein schicker Bruder an der Reihe

"Ein Fahrzeug für Individualisten, die maximalen Wert auf außergewöhnliche Optik, größtmöglichen Freiraum und eine wegweisende Technik legen." Wissen Sie, von welchem Auto die Pressemitteilung hier so unglaublich schwärmt? Die Antwort: Es ist das geliftete Mercedes GLC Coupé. Nach dem "normalen" GLC kommt nun dessen schicker Bruder an die Reihe.

Hier wie dort fallen die optischen Änderungen aber eher marginal aus: Am markantesten sind noch die nun serienmäßigen LED-Scheinwerfer. Am Heck trifft man auf einen neu gestalteten Diffusor mit Unterfahrschutz und Endrohrblenden sowie Voll-LED-Leuchten.

Im Fokus stehen das Armaturenbrett und die fließend gestaltete Mittelkonsole. Die Interieurfarbe Magmagrau wird dort neu eingeführt. Das komplett überarbeitete Multifunktions-Lenkrad ist in zwei Ausführungen erhältlich. Dort wird künftig der Abstandstempomat bedient, sogenannte Touch Control-Buttons dienen zur Steuerung des Kombiinstruments und Infotainment-Systems.

Das Multifunktions-Touchpad auf der Mittelkonsole erhöht nochmals den Bedienkomfort und ersetzt den Dreh-Drücksteller, das Infotainmentsystem bietet mit 12,3 Zoll im Kombiinstrument und (je nach Wunsch) 7 Zoll mit 960 x 540 Pixeln und 10,25 Zoll mit 1920 x 720 Pixeln im Zentraldisplay größere Displays mit Touchscreen. Darüber hinaus soll sich die neueste Generation des Multimediasystems MBUX (Mercedes-Benz User Experience) durch intuitive Logik und vielfältige Bedien-Optionen auszeichnen.

Insgesamt sind die Fahrassistenzsysteme auf das modernste Niveau gebracht und werden unter anderem mit der Ausstiegswarn-, Rettungsgasse- und Stauendefunktion ergänzt. Neu ist der Anhängerrangier-Assistent. Dabei wird über eine Sensorik im Kugelkopf und einen Magnetring der Winkel zwischen Zugfahrzeug und Anhänger gemessen. Die 360-Grad-Kamera bietet eine gute Rundumsicht, die Anzeige im Display ist deutlich verbessert.

 

Zum Marktstart im Juli 2019 geht das GLC Coupé mit neuen Motoren an den Start, im Laufe des Jahres folgen weitere Motorisierungen. Alle Diesel erfüllen bereits die ab 2020 verbindliche Euro 6d-Norm (RDE – Real Driving Emissions Stufe 2). Erreicht wird dies durch die direkt am Motor verbaute isolierte Anordnung der Abgasnachbehandlung. Sie besteht aus Dieseloxidationskatalysator (DOC), Partikelfilter mit SCR-Katalysatorfunktion (sDPF) sowie dem SCR-Katalysator mit AdBlue-Einspritzung. Ergänzt wird das System durch einen zusätzlichen Selective-Catalytic-Reduction-Katalysator (SCR) mit Ammoniak-Sperr-Kat (ASC) im Abgasstrang des GLC.

 

Die Benziner sind durch die Integration eines 48-Volt-Bordnetzes elektrifiziert (EQ Boost). Der riemengetriebene Starter-Generator übernimmt Hybridfunktionen wie Boost oder Rekuperieren. Bis zu 10 Kilowatt Leistung und 150 Newtonmeter Drehmoment kann die E-Maschine beisteuern.

 

Vorerst sind nur Vierzylinder im Programm, Allradantrieb ist stets dabei. Auf 197 PS bringt es der GLC 200, darüber rangiert der GLC 300 mit 258 PS. Einstiegsdiesel ist der 163 PS starke 200d, flankiert wird er vom 220d (194 PS) und 300d (245 PS). Der 200d 4matic soll 52.057 Euro kosten, der 220d 4matic 53.723 Euro.

Bildergalerie: Mercedes GLC Coupé (2019)