Leider müsst ihr für die Sport-Limo nach Brasilien fahren

Auf der diesjährigen São Paulo International Motor Show zeigt VW nicht nur sein formidables Tarok Concept für einen zukünftigen Pick-up. Nein, auch ein ganz spezielles Modell für Südamerika steht im Fokus: Das VW Virtus GTS Concept. Wobei man den Concept-Zusatz getrost streichen kann, denn der Wagen sieht serienreif aus.

Nun werdet ihr euch vermutlich fragen: Vir-was? Nun, der Virtus ist ein Stufenheck-Polo für diverse Auslandsmärkte, in denen man noch der Stufe huldigt. Und ganz ehrlich: Er sieht deutlich schicker aus als alle Designverbrechen, die wir einst als Polo Limousine respektive Derby ertragen mussten. Das Kürzel GTS schließlich steht für eine Art "GTI Light".

Optisch übernimmt der Virtus das Outfit vom Polo GTI inklusive rotem Streifen im Kühlergrill. Einen klaren Unterschied zwischen GTS und GTI gibt es hingegen nicht nur beim letzten Buchstaben: Während der GTI auf einen Zweiliter-Turbo mit 200 PS und 320 Newtonmeter Drehmoment setzt, bekommt der Virtus GTS "nur" den 1.5 TSI mit 150 PS und 250 Newtonmeter.

Bildergalerie: So sieht das VW Virtus GTS Concept aus

Einen weiteren dicken Unterschied gibt es beim Getriebe. Käufer des europäischen VW Polo GTI haben die Wahl zwischen einer manuellen Sechsgang-Schaltung oder einem DSG mit sechs Gängen. Beim Virtus GTS bietet VW einzig und allein die Automatik-Option an. Ausstattungsmäßig soll vieles bereits inklusive sein, darunter das Virtual Cockpit und ein Acht-Zoll-Touchscreen mit Rückfahrkamera. Parallel zum Start des Virtus GTS im Jahr 2019 will VW in Südamerika auch einen Polo GTS mit gleicher Leistung auf den Markt bringen. Beide Fahrzeuge werden in Brasilien produziert. Wer also in Deutschland nach einem "Hot Sedan" giert, guckt leider in die Röhre.

Fotos: Donizetti Castilho / Motor1.com Brasilien

Bildergalerie: Volkswagen Polo GTS