Mopar zeigt schicken Dodge Charger mit extremem Motor

Die Chrysler-Hemi-Motoren sind in den USA legendär. Den Namen verdanken die V6- und V8-Aggregate ihren halbkugelförmigen Brennräumen -- das Hemi ist eine Abkürzung für "hemispherical". Ein besonderer Ruf eilt dem 426 Hemi voraus, der zuerst oft in erfolgreichen Rennfahrzeugen und dann in Muscle Cars eingesetzt wurde. Der 426 Hemi ist ein V8 mit 426 Kubikzoll (6.981 ccm) Hubraum. Den Motor gibt es nach wie vor (als Ersatzteil und für Rennfahrzeuge) bei Chrysler zu kaufen. 2012 hatte Mopar eine "Redline"-Version des Dodge Charger vorgestellt, die 598 PS brachte. Wesentlich stärker ist das Aggregat, das nun auf der SEMA Show (30. Oktober bis 2. November 2018) vorgestellt: Der Hellephant hat einen 1.000 PS starken 426 Hemi.

Wie der Name schon andeutet, handelt es sich im Wesentlichen um ein hubraumgesteigertes Derivat des 6,2-Liter-Motors aus dem Dodge Charger SRT Hellcat. Der Motor hat eine Zylinderbohrung von 4,0 Zoll und einen Hub von 4,125 Zoll, der Block besteht aus Aluminium. Ein verbesserter Kompressor versorgt den großen Motor mit reichlich Luft. Der V8 wird den Kunden sozusagen als "Plug and play"-Paket zum Einsetzen in eigene Fahrzeuge angeboten. Die Kiste enthält alle wichtigen Teile sowie einen Kabelbaum und ein Steuergerät (PCM). Es gibt jedoch einen Haken: Das Aggregat ist nur für den Einsatz in alten Fahrzeugen (Baujahr vor 1976) geeignet.

Den Hellephant steckt FCA in die Karosserie eines allseits beliebten Bösewichts, des Dodge Charger von 1968. Das Ergebnis nennt Mopar das "Super Charger Concept". Natürlich hat Mopar noch mehr gemacht, als nur den 1.000-PS-Motor einzubauen. Der Wagen ist ein vollwertiges Restomod. Das sind restaurierte Autos (daher Resto) der Vergangenheit, die mit neuen Teilen modifiziert werden (daher Mod). Das Ding hat ein Sechsgang-Schaltgetriebe, massive Sechs-Kolben-Brembo-Bremsen und Hellcat-Räder, die vorne 20 Zoll und hinten 21 Zoll messen. Auch der Innenraum wurde aktualisiert -- mit Teilen, die aus dem aktuellen Dodge Challenger SRT und der bis 2017 gebauten Dodge Viper kommen.

Auch die Karosserie bekam ein paar Veränderungen ab. Kotflügel aus Fiberglas verstärken die bedrohliche Wirkung des Charger. Außerdem ermöglichen sie einen um einige Zentimeter längeren Radstand. Der vordere Überhang wurde verkleinert. Der Frontsplitter ist vom Dodge Demon inspiriert, der Heckspoiler folgt dem Vorbild des aktuellen Charger R/T. Die klassischen Klappscheinwerfer wurden durch die normalen vom neuen Challenger ersetzt, und hartgesottene US-Car-Fans erkennen, dass die Außenspiegel von einem Plymouth Duster von 1971 stammen.

Dodge Super Charger Concept
Dodge Super Charger Concept

„Unsere Fans wünschen sich Power und Performance, und unser neues Hellephant-HEMI-Motor-Kit liefert in einem in der Branche einzigartigen Plug-and-Play-Paket enorme Leistung und Drehmoment“, sagte der Mopar-Verantwortliche Steve Beahm. „Der Dodge Charger von 1968 ist einer der heißesten Oldtimer. Deshalb haben wir uns entschlossen, ihn als Ausgangspunkt für das Super Charger Concept zu verwenden. Es ist ein fantastisches Fahrzeug und ein großartiger Träger für unseren Hellephant-Motor."