„Brain to Vehicle“: Ein Auto mit Gedankensteuerung

Mit dem IMx Kuro wirft Nissan auf dem Genfer Automobilsalon 2018 (8. bis 18. März) einen besonders extravaganten Blick in die Zukunft. Die Studie, die als IMx schon auf der Tokyo Motor Show 2017 stand, feiert in Genf Europapremiere. Dafür bekam sie eine modifizierte Optik, vor allem jedoch eine Besonderheit, die sich hinter dem Schlagwort „Brain to Vehicle“ (B2V) verbirgt.

Fahren mit Datenhelm?
Die B2V-Technik hat zwei Tricks drauf. Erstens erkennt das System an den Gehirnströmen des Fahrers, dass dieser etwas vorhat – beispielsweise das Lenkrad drehen oder Gas geben. So können diese Aktionen ein paar Sekundenbruchteile schneller eingeleitet werden. Zweitens passt das System die Fahreinstellungen oder den Fahrmodus an, wenn sich der Fahrer unwohl fühlt. Damit all das klappt, muss der Fahrer freilich eine Messvorrichtung für die Gehirnströme auf dem Kopf tragen. Ob Damen mit aufwendigen Frisuren oder Hipster, die auf ihr Äußeres achten, so einen Datenhelm wohl gerne tragen?

600 Kilometer mit Elektro-Allradantrieb
Die Nissan-Studie fährt auf Wunsch autonom. Im entsprechenden Modus wird das Lenkrad in der Armaturentafel versenkt und die Sitze fahren zurück. Wie bei serienfernen Studien üblich, hat das Konzeptfahrzeug zudem einen Elektroantrieb. Die beiden Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse entwickeln zusammen 320 Kilowatt (435 PS) sowie ein Drehmoment von 700 Newtonmeter. Der Saft soll für mehr als 600 Kilometer halten.

Außen SUV, innen japanisch
Was das Äußere angeht, so wollten die Designer dem Auto durch geringfügige Änderungen mehr SUV-Charakter geben. Den Beinamen Kuro (japanisch für „schwarz“) verdient sich die Studie durch tiefschwarze Felgen und eine dunkelgraue statt weiße Lackierung. Außerdem gibt es einen gegenüber der Tokioter Version vereinfachten Grill. Das Interieur soll das Design von traditionellen japanischen Häusern aufgreifen. Die Instrumente werden über Augenbewegungen und Handgesten gesteuert, sodass kaum Knöpfe nötig sind. Für japanisches Flair sorgt eine Holzmaserung im Stil von Shoji-Schiebetüren sowie Kopfstützen, die sind gemustert wie ein Holzpuzzle aus dem Land der aufgehenden Sonne.

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