Kombi sieht aus wie ein miniaturisierter V90

Der Volvo V60 wurde im Herbst 2010 vorgestellt. Acht Jahre (und eine Modellpflege im Jahr 2013) später ist es nun Zeit für Generation zwei des Mittelklassekombis. Sie beruht wie das im Juli 2017 gestartete Mittelklasse-SUV XC60 auf der neuen SPA-Plattform (Scalable Product Architecture). Das Gleiche gilt für den neuen V60 und wohl auch für die wohl bald startende neue Version des S60. Die skalierbare Produktarchitektur ist aber auch die Grundlage für die drei Karosserievarianten der Top-Baureihe 90 (S90, V90 und XC90). Von dieser übernimmt der neue V60 nicht nur viel Technik, sondern adaptiert auch die Optik des V90. Letzteres tut der V60 in einer Weise, die ihn mehr oder weniger zu einem verkleinerten V90 macht.

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In puncto Antrieb setzt sich der Neuling allerdings deutlich vom V90 ab. Während es im V90 nur den bekannten Plug-in-Hybrid T8 gibt, wird der V60 gleich mit zwei Plug-in-Systemen offeriert. Beide kombinieren einen Benziner mit Elektroantrieb und einer Auflademöglichkeit. Der T6 Twin Engine AWD bietet eine Systemleistung von 340 PS, während der T8 Twin Engine AWD 390 PS liefert. Angaben zur Reichweite fehlen bislang. Neben den Hybriden gibt es zwei Benziner (T5 und T6) sowie zwei Diesel (D3 und D4). Da der T5 rund 250 PS leistet, was etwas viel erscheint, werden wohl schwächere Aggregate nachgereicht. Anbieten würden sich der neue T3 mit drei Zylindern (156 PS) und der T4 mit 190 PS. Der bekannte D3 mit 150 PS und der D4 mit 190 PS sind dagegen angemessene Motorisierungen für ein Mittelklasse-Auto. Sie dürften wie die Diesel im XC40 mit SCR-System ausgerüstet werden.

Viele Fahrerassistenzsysteme sind im neuen V60 Serie. Dazu gehört ein City-Notbremssystem, das nicht nur Autos, sondern auch Fußgänger, Radfahrer und Elche erkennt – in Skandinavien besonders wichtig. Das System bremst künftig auch, wenn eine Kollision mit dem Gegenverkehr droht. Das teilautonome Fahrsystem Pilot Assist kann bis 130 km/h das Beschleunigen, Bremsen und Lenken übernehmen. Das System soll nun in Kurven besser funktionieren. Optional ist zudem ein Querverkehrsassistent mit Bremsfunktion erhältlich.

Zum Infotainment gehören eine moderne Smartphoneanbindung sowie ein Touchscreen, der wohl wie bei den neueren Volvos üblich neun Zoll groß sein wird. Neu ist, dass man den Kombi nicht nur kaufen oder leasen kann, sondern auch ,abonnieren" – dafür fällt ähnlich wie bei den Flatrates von Mobilfunkprovidern ein monatlicher Pauschalbetrag an. Was das kostet, wurde ebenso wenig bekannt gegeben wie die normalen Preise oder das Marktstartdatum. Auch Kofferraumvolumen, die Außenmaße und Leistungsdaten bleiben einstweilen noch geheim. Vielleicht gibt es dazu mehr Informationen, wenn der Neuling auf dem Genfer Autosalon (8. bis 18. März 2018) erstmals live zu sehen ist.

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