Sieht zum Glück aus wie vorher, aber drunter ist fast alles neu

Wenn ein Auto über beinahe vier Jahrzehnte mit nahezu unveränderter Optik Erfolg hat, dann ist das sehr sehr bemerkenswert. Wenn ein Auto nach beinahe vier Jahrzehnten in die zweite (!) Generation geht und im Prinzip so aussieht wie vorher, dann ist das ziemlich einzigartig. Und absolut legendär. Sagen Sie Hallo zur neuen Mercedes G-Klasse. Eigentlich hatten wir die ersten Bilder der langersehnten Neuauflage (Werkscode W464) ja erst zur offiziellen Weltpremiere auf der Detroit Motor Show 2018 (15. bis 28. Januar) erwartet, allerdings war das Internet mal wieder schneller und hat den neuen G in all seiner kantigen Herrlichkeit schon eine knappe Woche früher enthüllt.

Mehr Breite, mehr Platz
Wer kein eingefleischter Fan ist, wird wohl mindestens zweimal hinsehen müssen, wenn er die neue von der alten G-Klasse unterscheiden möchte. Kleiner Tipp: Das neue Modell hat signifikant mehr Spur- und Karosseriebreite als der Vorgänger. Das sollte bei den beiden größten Mankos des G – der limitierten Fahrdynamik und dem überschaubaren Platzangebot – spürbare Linderung verschaffen. Neben einem luftigeren Platzangebot erhält das neue G-Klasse-Interieur aber auch eine gewaltige Technologie-Infusion. Bilder des überarbeiteten Cockpits hatte Mercedes ja bereits vor einigen Wochen veröffentlicht. Zu sehen ist ein nach wie vor recht kantiges, aber um Welten moderneres Armaturenbrett mit den monumentalen 12,3-Zoll-Display-Zwilingen, die wir schon aus S- und E-Klasse kennen.

Dynamischer und geländegängiger
Was das Fahrverhalten betrifft, dürfte die neue G-Klasse übrigens nicht nur von dem Mehr an Spurbreite profitieren. Klar, es bleibt beim Leiterrahmen und einer (überarbeiteten) hinteren Starrachse. Vorne jedoch setzt der Daimler künftig auf eine Doppelquerlenkerachse und somit auf Einzelradaufhängung. Offroad-Freunde sollten deshalb jedoch nicht gleich in Panik verfallen. Der G behält seine drei Differenzialsperren für Zentraldiff und Achsen, kriegt sogar eine kürzere Geländeuntersetzung und legt auch bei Wattiefe sowie Rampen- und Böschungswinkeln zu.

Wieder mit deftiger AMG-Version
Was das Motorenangebot der 2018er G-Klasse betrifft, tappen wir noch im Dunkeln. Hier wird das offizielle Debüt auf der Detroit Motor Show für Klarheit sorgen. Sicher ist, dass die extrem beliebte AMG-Variante (weltweit trugen zuletzt mehr als 50 Prozent aller G-Klassen ein AMG-Signet) weiterhin als Topmodell fungieren wird. Ob der G 65 mit dickem Biturbo-V12 im Angebot bleibt, erscheint jedoch fraglich.

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