Spektakuläre Zurschaustellung von Gold, Holz und Leder

Sieht man nur die Bilder, ist man versucht, den Namen eines anderen Veredlers in den Mund zu nehmen. Dessen Name beginnt mit dem Buchstaben ,M" und fällt meist im Zusammenhang mit extrem veränderten Edelkarossen. Die ,Diva", ein modifizierter Rolls-Royce, stammt aber nicht von jenem ,M", sondern von Fenice Milano. Das Unternehmen aus Italien tritt mit dem Anspruch an, Luxusfahrzeugen den Charakter seiner Kunden mitzugeben. Im Falle der ,Diva" muss es wohl ein Goldener sein.

24-Karat-Vergoldungen
Nach dem Umbau ist es vorbei mit der britischen Zurückhaltung, es regiert italienische Extrovertiertheit. Das Äußere der ,Diva" gibt es in drei Farbkombinationen. Als Basisfarben stehen ,Navy Blue", ,Bronze" und weiß-goldenes ,Perlmutt" zur Verfügung. Die Perlmutt-Lackierung beinhaltet gemäß Fenice Milano 24-Karat-Gold-Partikel. Bei der Version in ,Navy-Blue" sind Motorhaube und Kotflügel mit der Perlmutt-Lackierung überzogen, der Kühlergrill ist verchromt. Die weiße Perlmutt-Version sowie die Bronze-Diva dagegen stellen 24-Karat-Gold an Motorhaube, Kotflügeln und Kühlergrill zur Schau. Bei der Bronze-Variante sind Haube und Kotflügel wahlweise mit Perlmutt-Finish versehen, während es den Kühlergrill auch in 24-Karat-Vergoldung oder verchromter Bronze gibt.

Innen? Gold!
Innen tastete Fenice Milano das Grunddesign nicht an. Dafür aber die Materialien. Am Armaturenbrett und anderen Bereichen verwendete der Veredler biscuitfarbenes Leder sowie Teak- oder Graueichenholz. Die Elemente werden ergänzt von weißen und bronzefarbenen Alcantara-Umrandungen sowie Einlagen aus 24-karätigem Gold. Auch das Lenkrad wurde mit biscuitfarbenem Leder, Holz und – man ahnt es schon – Gold neu gestaltet. Die Originalsitze wurden von den Italienern laut eigener Aussage auf ,ergonomische Richtlinien" hin umgeformt. Ihr Bezug ist entweder aus Leder mit der Farbkombination Weiß-Biscuit oder aus einer zweifarbigen Leder-Alcantara-Zusammenstellung in Biscuit-Bronze. Gold kommt dann wieder bei den Glashalterungen der integrierten Minibar zum Einsatz. Ebenso bei den Picknick-Tischen an der Rückseite der Vordersitzlehnen.

Technische Eingriffe
Zu den optischen Veränderungen bieten die Italiener nach eigenen Angaben Modifikationen für das Fahrwerk an und optimieren Abgas- sowie Ansaugsystem. Dazu kommt ein Upgrade des Motor-Steuergeräts. Die neuen Leistungsdaten waren der italienischen Firma aber ebenso wenig zu entlocken wie der Basispreis für eine ,Diva". Den Rolls-Royce Ghost selbst gibt es für schlappe 253.470 Euro.

Geist aus Gold