Erste Sitzprobe im neuen Opel Crossland X

Es ist so weit: Das erste City-SUV der Marke Opel steht kurz vor der Markteinführung. Der Crossland X beerbt den beliebten Meriva und soll den Rüsselsheimer Hersteller zu mehr Erfolg führen. Wir schauen uns das Auto bei einer ersten Sitzprobe mal etwas genauer an.

Schickes Design
Gleich auf den ersten Blick wird klar: Rein optisch ist der Crossland X im Vergleich zum Meriva definitiv ein großer Schritt nach vorne. Das Design wirkt modern, frisch und dynamisch. Die Front ist bullig und trägt mit dem scharf gezeichneten Opel-Blitz, der Doppelleuchten-Grafik in den Scheinwerfern und der vom Mokka X bekannten Grill-Form drei typische Opel-Designmerkmale. In der Seitenansicht zeigt sich die Verwandtschaft zu Adam und Ampera-e mit dem ,schwebenden Dach", das sich in verschiedenen Farben konfigurieren lässt. Am Heck fallen besonders die hoch angebrachten Rücklichter auf, die nahtlos in die C-Säule und das ,schwebende Dach" übergehen – ein netter Design-Kniff, der das Heck sehr futuristisch wirken lässt. Die auffälligen Portal-Türen des Meriva hingegen übernimmt das neue CUV nicht. Der 4,21 Meter lange Crossland X steht auf bis zu 17 Zoll großen Leichtmetallfelgen und kann – zumindest optisch – mit einer recht großen Bodenfreiheit aufwarten.

Viel Platz im Heck
Die großzügige Bodenfreiheit führt im Umkehrschluss zu einer angenehm hoch angebrachten Kofferraumklappe mit einer nicht ganz flachen Ladekante. Die Rücksitzbank lässt sich um 150 Millimeter verschieben und im Verhältnis 20:40:20 umlegen, so dass das Gepäckraumvolumen zwischen 410 und 1.255 Liter variabel ist. Ein doppelter Ladeboden schafft Platz nach unten. Zum Vergleich: Der Kofferraum des um 16 Zentimeter längeren Astra fasst in der Minimal-Konfiguration lediglich 370 Liter Gepäck.

Schönes Cockpit
Das Cockpit des neuen Crossland X überzeugt mit einem schicken Design und praktischer Anordnung der wichtigsten Elemente. Das Armaturenbrett ist recht scharf gezeichnet und wirkt optisch leicht. In der Mitte beherbergt es einen acht Zoll großen Infotainment-Bildschirm mit Smartphone-artiger Glas-Oberfläche. Darunter befindet sich ein offenes Ablagefach mit der Möglichkeit zum induktiven Handy-Laden und zwei USB-Anschlüsse sowie eine 12-Volt-Steckdose. Auch ein Head-up-Display ist an Bord: Vor dem beheizbaren Lenkrad projiziert der Crossland X wichtige Fahrdaten auf eine herausfahrbare Plastikscheibe. Eine 180-Grad-Panorama-Rückfahrkamera sorgt für einen barrierefreien Blick nach hinten.

AGR-Sitze und Panorama-Dach
In der ersten Reihe verbaut Opel im Crossland X die aus anderen Modellen bekannten AGR-Sitze der ,Aktion Gesunder Rücken". Die Rüsselsheimer kombinieren eine gute Sitzposition mit sehr bequemem Gestühl. Die Kopffreiheit auf den Vordersitzen ist gigantisch, was daran liegen dürfte, dass das CUV rund zehn Zentimeter höher als ein Astra ist. Auch im Fond ist ausreichend Platz vorhanden, sehr groß gewachsene Passagiere leiden aber ein wenig unter dem großen Panorama-Glasdach, das die Kopffreiheit etwas einschränkt. Bein- und Schulterfreiheit hingegen sind sehr gut. Lediglich die etwas billig wirkenden hinteren Türverkleidungen trüben das stimmige Gesamtbild.

Welche Motoren gibt es?
Auch erste Motorisierungen des Crossland X sind bereits bekannt. Drei Benziner mit 81, 110 und 130 PS werden von zwei Selbstzündern mit 99 und 120 PS flankiert. Auch eine Lösung mit Autogas ist fest eingeplant. Genaue Details zu Preisen und Ausstattungs-Details rückte Opel zwar noch nicht raus, der Meriva startete allerdings bei 16.435 Euro, ein auf der gleichen Plattform wie der Crossland X basierender Peugeot 2008 startet bei 15.500 Euro. Werte, an denen sich Crossland-X-Interessenten schon einmal orientieren dürfen.

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