Uns ist ein kleiner Kanarienvogel ins Haus geflattert

In Zeiten wie diesen ist jeder Lichtblick willkommen. Farbe im grauen Alltag und Stimmungsaufheller in einem - so etwas wäre ideal. Suzuki hat so etwas: Vor einigen Wochen ist uns ein kleiner Kanarienvogel zugeflogen. Sein Name: Swift Sport. Na gut, ornithologisch betrachtet ist das natürlich nicht korrekt, denn "Swift" ist das englische Wort für "Mauersegler". Aber "Swift" bedeutet auch "rasch, schnell, flink, hurtig". 

Rein optisch nehmen wir das dem Suzuki Swift Sport glatt ab: Polierte 17-Zoll-Alufelgen, bulligere Stoßfänger und zwei Auspuffenden hauen gestalterisch auf den Putz. Und natürlich diese Farbe! "Champion Yellow" heißt das serienmäßige Neon-Gelb. Jene dem Swift Sport vorbehaltene Lackierung sorgt a) für Aufsehen, b) für die Assoziation an einen Kanarienvogel und c) dafür, dass man den 3,89 Meter kurzen Japaner überall wiederfindet. 

Optional gibt es natürlich auch dezentere Metallic-Farbtöne. Sie kosten zwischen 330 und 500 Euro Aufpreis und sind die einzigen werksseitigen Extras. Aber das leuchtende Gelb ist seit dessen Premiere 2018 so typisch für den Swift Sport wie das Rot bei Ferrari. Und mal ehrlich: Irgendwann hat das Auge auch genug von Leasing-Silbergrau in 22 verschiedenen Nuancen. 

Suzuki Swift Sport (2020) im Dauertest
Suzuki Swift Sport: Der Porsche des kleinen Mannes?

Und sonst? Im Zuge einer Modellpflege wurde dem Suzuki etwas Leistung weggenommen: 129 statt wie bisher 140 bei der alten Version sind es nun, dafür hat man dem 1,4-Liter-Turbo einen Mildhybrid-Antrieb spendiert. Diese Maßnahme soll Drehmoment und Beschleunigung auf dem bisherigen Niveau halten. Ob das stimmt, soll unser Dauertest zeigen, denn der Kanari-Swift bleibt für ein Jahr in unserem Käfig.

Doch zunächst wollen wir uns der Preisgestaltung zuwenden. Lassen Sie es mich so sagen: Das Vögelchen war schon mal günstiger, der Mildhybrid kostet etwas Tribut. Zugleich sind aber auch mehr Assistenzsysteme an Bord, etwa die Verkehrszeichenerkennung oder ein Totwinkelwarner.

23.850 Euro schreibt Suzuki auf das Preisschild am Swift Sport. Schluck! Allerdings ist der Knirps auch komplett ausgestattet: Adaptiver Tempomat, Sportsitze mit Sitzheizung vorne, 17-Zöller poliert, die erwähnten Assis, eine Rückfahrkamera, LED-Scheinwerfer mit automatischem Fernlicht, 7-Zoll-Navi und eine Klimaautomatik sind serienmäßig.

Einzige Extras sind wie schon gesagt die Metallic-Lackierungen. So weit, so gut, doch wir wollen nicht den fünftürigen Ford Fiesta ST mit 200 PS und Styling-Paket verschweigen. In Verbindung mit einer ähnlichen Ausstattung trennen ihn nur gut 4.000 Euro von "Suzi". 

Aber der Swift Sport hat noch ein weiteres Ass im Ärmel, das ihn zu einem echten Sportler macht: sein Leichtgewicht. 1.095 Kilogramm sind es mitsamt 75 kg für den Fahrer, abzüglich dessen also gut eine Tonne. Wir sind deshalb sehr gespannt, wie es weitergeht. In diesem Sinne: Kanarienvogel, fliiiiiiiiiieg!

Bildergalerie: Suzuki Swift Sport (2020) im Dauertest