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Der Suzuki Swift im Dauertest (Teil 1)

Wie schlägt sich der Kleinwagen mit Turbo und Mildhybrid im Alltag?

Der Suzuki Swift im Dauertest (Teil 1)

Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Von: Roland Hildebrandt

2. Nov. 2017 um 15:25 Uhr

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Er ist ein typischer Fall von ,nicht unerfolgreich, aber dennoch ein Geheimtipp": der neue Suzuki Swift. Im Frühjahr 2017 erstmals präsentiert, werden inzwischen monatlich gut 500 Exemplare des in Ungarn gebauten Wagens auf dem deutschen Markt zugelassen. Eine ordentliche Zahl, aber im Vergleich nur ein Sechstel des jüngst komplett erneuerten VW Polo. Was aber kaum jemand weiß: Weltweit ist Suzuki Marktführer bei Autos im sogenannten A- und B-Segment, also Kleinst- und Kleinwagen. Zu Recht? Für drei Monate bereichert jetzt ein Suzuki Swift unseren Redaktionsfuhrpark. Genug Zeit, um den Mauersegler (so die deutsche Übersetzung von ,Swift") auf Herz und Nieren zu prüfen. Beginnen wir also mit Teil 1 unserer Langzeitbeziehung.

Wir machen blau
Schauen wir uns den Swift zunächst einmal genauer an. Im Design folgt das aktuelle Modell seinen Vorgängern, wurde aber auf positive Weise gestrafft. Im Fall der hinteren Türgriffe folgt die Funktion der Form. Sie sind unpraktisch vor der C-Säule angeordnet. Ein klassischer Bügelgriff wie an der Vordertür wäre fraglos ergonomischer. Absolut sehenswert ist die Lackierung unseres Swift in ,Speedy Blue Metallic", sie kostet 500 Euro extra. Einzige Serienlackierung ist übrigens ein Rot. Zwar bietet Suzuki optional auch ein farbiges Dach an, aber mit nur drei zusätzlichen Zweifarblackierungen wird der Bogen nicht überspannt.

Der bessere Mini?
Als ich mehr zufällig neben einem aktuellen Mini parke, kommt mir spontan ein Gedanke in den Sinn: Eigentlich ist der neue Swift schicker. Alles wirkt wie aus einem Guss, bei ,Suzi" stimmen die Proportionen. Beim Vergleich der Abmessungen zeigt sich: In der Tat ist der Swift mit 3,84 Meter nur zwei Zentimeter länger als der dreitürige Mini, aber ungleich praktischer. Gewiss, der Suzuki setzt im Cockpit auf etwas schlichtere Materialien, ist aber wesentlich übersichtlicher eingeräumt. Chromakzente und eine weiße Blende werten das Ambiente auf, in dem ich mich schnell zurechtfinde. Klar gezeichnete Instrumente vor der Fahrernase, mit dabei auch eine heutzutage oft eingesparte Anzeige für die Kühlwassertemperatur.

Ein bisschen Hybrid
Ein hilfreiches Tool, arbeitet doch unter der Haube ein Turbo-Dreizylinder mit 111 PS. Die Besonderheit unseres Testfahrzeugs ist der Zusatz ,Hybrid". Denken sie jetzt bitte nicht in zu großen Dimensionen, es handelt sich nämlich um ein System aus einem integrierten Startergenerator und einer kleinen Lithium-Ionen-Batterie. Soll heißen: Wenn ich bremse oder bei Gefälle vom Gas gebe, wandert Energie in die Batterie. Die so gesammelte Kraft steht mir dann beim Anfahren und Beschleunigen zur Verfügung. Inklusive ist auch ein Start-Stopp-System, auf das die anderen Swift verzichten müssen.

Teuer, aber komplett
Leider ist der milde Hybrid-Swift relativ teuer, denn es gibt ihn einzig in der Topversion ,Comfort+". 19.440 Euro stehen so auf dem Preiszettel. Allerdings beinhaltet ,Comfort+" de facto eine Vollausstattung. Ein Auszug gefällig? Adaptiver Tempomat, höhen- und längsverstellbares Lenkrad, farbiges Display zwischen den Instrumenten, Audiosystem mit Navi, beheizbare Außenspiegel, Klimaautomatik, Berganfahrhilfe, sowie Systeme wie ein Spurhaltewarner und eine sensorgestützte Notbremsung. Erstaunlich: Eine Rückfahrkamera ist serienmäßig, Parkpiepser hat Suzuki aber nicht im Programm. Nicht zu vergessen auch die einstufige Sitzheizung, die einem beinahe den Po versengt. Gute Voraussetzungen für eine lange Reise. Die Koffer sind gepackt. Mehr dazu demnächst an dieser Stelle in Teil 2.

Preisliste

Suzuki Swift 1.0 Boosterjet Hybrid Comfort+

Grundpreis: 19.440 Euro

Ausstattungen Preis in Euro ABS Serie ESP Serie ASR Serie Airbag Fahrer Serie Airbag Beifahrer Serie Seitenairbags vorn Serie Kopfairbags vorn Serie Kopfairbags hinten Serie elektr. Fensterheber vorn Serie elektr. Fensterheber hinten Serie elektr. verstellbare Außenspiegel Serie (anklappbar, inklusive Heizung) Klimaautomatik Serie Zentralverriegelung mit Fernbed. Serie Bildschirmnavigation Serie MP3 Serie Metalliclackierung 500 Leichtmetallfelgen Serie (16 Zoll) Sitzhöheneinstellung Serie (Fahrer) Tempomat Serie (adaptiv) Nebelscheinwerfer Serie

LED-Scheinwerfer Serie Rückfahrkamera Serie

Datenblatt

Motor und Antrieb Motorart Benziner mit Turboaufladung  Zylinder 3  Ventile 4  Hubraum in ccm 998  Leistung in PS 111  Leistung in kW 82  bei U/min 2.000 - 3.500  Drehmoment in Nm 170  Antrieb Frontantrieb  Gänge 5  Getriebe Schaltgetriebe  Fahrwerk Spurweite vorn in mm 1.520  Spurweite hinten in mm 1.525  Radaufhängung vorn Einzelradaufhängung  Radaufhängung hinten Verbundlenkerachse  Bremsen vorn Scheiben innenbelüftet  Bremsen hinten Scheiben  Räder, Reifen vorn 185/55 R16  Räder, Reifen hinten 185/55 R16  Lenkung Zahnstange mit Servonterstützung  Maße und Gewichte Länge in mm 3.840  Breite in mm 1.735  Höhe in mm 1.480  Radstand in mm 2.450  Leergewicht in kg 950  Zuladung in kg 430  Kofferraumvolumen in Liter 265  Kofferraumvolumen, variabel in Liter 947  Anhängelast, gebremst in kg 1.000  Tankinhalt in Liter 37  Kraftstoffart Super  Fahrleistungen / Verbrauch Höchstgeschwindigkeit in km/h 195  Beschleunigung 0-100 km/h in Sekunden 10,6  EG-Gesamtverbrauch in Liter/100 km 4,3  EG-Verbrauch innerorts in Liter/100 km 4,8  EG-Verbrauch außerorts in Liter/100 km 4,0  CO2-Emission in g/km 97  Schadstoffklasse Euro 6  Fixkosten Garantie 3 Jahre oder 100.000 Kilometer 

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Bild von: Fabian Grass

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