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Singer im Visier: TechArt baut endlich einen 911-Restomod

So will TechArts neuer GTclassic auf 964-Basis in einer überfüllten Porsche-Restomod-Szene hervorstechen

Techart GTclassic Porsche 911

Bild von: Techart

Stefan Wagner Stefan Wagner

Von: Stefan Wagner

21. Sep. um 16:49 Uhr

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TechArt veredelt seit fast vier Jahrzehnten Fahrzeuge aus Zuffenhausen, zählt zu den bekanntesten PorscheTunern. Doch während das Geschäft mit dem Aufbrezeln moderner Porsche sicher nicht leichter wird, boomt die Restomod-Szene – nun springt man auch in Leonberg auf den Klassig-Zug auf und hat sich erstmals einem Backdating-Projekt gewidmet.

Was Sie hier sehen, ist der Techart GTclassic. Der Erstling des Tuners basiert auf einem 911 der Baureihe 964, die Porsche von 1989 bis 1994 baute. Das Auto wird auf Bestellung rund um einen von TechArt abgestimmten, luftgekühlten 3,8-Liter-Sechszylinder-Boxer aufgebaut, der es in seiner stärksten Ausbaustufe auf 380 PS bringt.

TechArt steigt in die 964-Restomod-Szene ein

Ein Fahrzeug, das klar auf Singers DLS-Restomod-Programm oder die Gunther Werks-Umbauten zielt, markiert eine deutliche Richtungsänderung für die Schwaben. Geschäftsführer Benedict von Canal versteht das Projekt jedoch eher als Weiterentwicklung denn als Neuerfindung: „Unser Ziel war es nicht, den Klassiker neu zu erfinden. Unser Ziel war es, ihn weiterzudenken.“

Die Karosserie des GTclassic orientiert sich an den frühen 911 der F-Serie mit langer Haube, die vor dem 964 kamen. Dazu gehören eine verlängerte Fronthaube, mit Gittern abgedeckte Öffnungen und breitere Kotflügel. LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten modernisieren den Auftritt, ohne die Silhouette zu brechen, die TechArt bewusst erhalten wollte.

Champagnerfarbene Zierelemente ziehen sich von den Scheinwerfern bis zum Entenbürzel-Heckspoiler. Die speziell für dieses Modell entwickelten, geschmiedeten 18-Zoll-Retrosport-Räder interpretieren das klassische Fuchs-Fünfspeichen-Design neu – zweiteilig und mit zweifarbiger Oberfläche.

Restomods auf Basis des 964 haben sich so stark vermehrt, dass ein neuer Player mehr bieten muss als reine Nostalgie. TechArts Antwort liegt vor allem in der Alltagstauglichkeit. So behält der GTclassic etwa ABS und Servolenkung, statt sie zugunsten eines geringeren Gewichts zu opfern.

Techart GTclassic Porsche 911

Innenraum des Techart GTclassic Porsche 911

Foto: Techart

Techart GTclassic Porsche 911

Motor des Techart GTclassic Porsche 911

Fotos: Techart

Motor, Getriebe und Innenraum

Der 3,8-Liter-Sauger wird ausschließlich mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe und Hinterradantrieb kombiniert. Die eigens entwickelte Abgasanlage mit Mittelendrohren inklusive Carbonblenden "spielt eine Hauptrolle im unmittelbaren Fahrerlebnis" - sie dürfte also ordentlich Rabatz machen.

Zudem spendiert Techart seinem GTclassic ein High-Performance-Fahrwerk mit externen Ausgleichsbehältern, Turbo-Bremsanlage und Motorsport-Motorlager, spricht von einem Fahrerlebnis, "das von direkter Rückmeldung und präzisem Handling geprägt ist". 

Im Innenraum treffen karierte Stoffbezüge auf rote Lederakzente und champagnerfarbenen Details, die sich unter anderem um das Kombiinstrument ziehen. Das Layout erinnert an 911-Cockpits der 1970er- und 1980er-Jahre, ohne den Wagen zu einer spartanischen Replik zu machen.

Zur Ausstattung gehören außerdem analoge Hanhart-Uhren auf dem Armaturenbrett sowie ein modernes Infotainment-System mit Smartphone-Integration, Apple CarPlay, Navigation und Bluetooth.

Preise wurden bislang nicht offiziell genannt, sollen aber deutlich unter denen eines Singer liegen, wie das Neunelfer Magazin berichtet.  In einem Markt, in dem hochwertige 964-Umbauten bereits siebenstellige Summen erzielen, tritt TechArts erstes Restomod-Projekt mit entsprechend hohen Erwartungen an. Elf Exemplare sollen insgesamt entstehen, zwei davon wurden direkt bei der Präsentation verkauft. 

Was Techart derzeit sonst so treibt

Techart Magnum (2025): Monster-Cayenne mit 930 PS

Techart sieht schwarz: Der Porsche 911 Turbo Monochrome

Quelle: TechArt

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