Niesmann+Bischoff iSmove (2026) wird zum Autarkie-Profi
Bis zu 600 Ah Batteriekapazität, 660 Watt Solar und erstmals komplett gasfreier Betrieb
Die wichtigste Neuerung des iSmove sieht man nicht auf den ersten Blick. Sie steckt weder im Möbelbau noch im Grundriss, sondern in der Energieversorgung. Genau dort legt Niesmann+Bischoff für das neue Modelljahr kräftig nach.
Erst kürzlich erhielt auch der VW Grand California ein neues Autarkie-Paket. Beim iSmove fällt das Technik-Upgrade allerdings deutlich umfangreicher aus. Während bei den meisten Modellpflege-Maßnahmen neue Stoffe, weitere Grundrisse oder Ausstattungspakete im Mittelpunkt stehen, befindet sich die wichtigste Neuerung beim iSmove an einer Stelle, die man zunächst gar nicht sieht: in der Heckgarage.
Bildergalerie: Niesmann+Bischoff iSmove (2026)
Dort hat Niesmann+Bischoff den Elektroschrank komplett neu konstruiert. Klingt unspektakulär, schafft aber die Grundlage für deutlich leistungsfähigere Energiepakete, ohne wertvollen Stauraum zu verlieren. Gerade bei kompakten Vollintegrierten ist das ein wichtiger Punkt. Schließlich nützt die größte Batterie wenig, wenn dafür Campingmöbel, Kabeltrommel oder Fahrradzubehör zu Hause bleiben müssen.
Das neue Lithium-Energiepaket umfasst zwei 150-Ah-Batterien, einen Ladebooster, Batteriemanagement, einen 3.000-Watt-Wechselrichter sowie eine 220-Watt-Solaranlage. Wer noch mehr Reserven möchte, kann künftig auf bis zu vier Lithium-Batterien erweitern. Damit wächst die Kapazität auf bis zu 600 Ah. Gleichzeitig lässt sich die Solarleistung auf bis zu 660 Watt steigern.
Spannend ist dabei vor allem das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten. Denn die zusätzliche Energie ermöglicht deutlich mehr als nur längere Standzeiten. Auch stromhungrige Geräte wie Kaffeemaschine oder Induktionskochfeld lassen sich damit wesentlich entspannter nutzen. Genau hier zeigt sich, dass Autarkie heute mehr bedeutet als nur eine größere Batterie.
Passend dazu arbeitet Niesmann+Bischoff weiter am gasfreien Reisemobil. Neu an Bord ist die Truma CombiNeo 6 E inklusive iNet-X-Panel. Das Heizsystem kombiniert Raumheizung und Warmwasserbereitung und kann zusätzlich elektrische Heizstäbe nutzen.
Optional steht erstmals auch eine Alde 4000 D Plus Dieselheizung zur Verfügung. Zusammen mit Kompressor-Kühlschublade und Vollinduktionskochfeld lässt sich der iSmove damit sogar komplett ohne Gas betreiben. Zur erweiterten Unabhängigkeit tragen auch die übrigen Systeme bei. Bereits serienmäßig verfügt der iSmove über einen 200-Liter-Frischwassertank. Hinzu kommen Optionen wie eine 120-Liter-Festtanktoilette oder ein Gastank mit bis zu 50 Kilogramm Volumen.
Auch die Sicherheitsausstattung wächst. Ab dem neuen Modelljahr ist das Fiat Safety Kit serienmäßig enthalten. Es umfasst unter anderem einen Notbremsassistenten, einen Spurhalteassistenten, eine Müdigkeitserkennung, eine intelligente Geschwindigkeitsregelung und eine Verkehrszeichenerkennung.
Ergänzt wird die Modellpflege durch einige neue Komfortoptionen. Dazu zählen eine elektrische Fünf-Meter-Markise mit dimmbarer LED-Beleuchtung, ein wechselrichtertaugliches Induktionskochfeld sowie ein absenkbarer Tisch zur Vorbereitung einer zusätzlichen Schlafmöglichkeit.
Seine Premiere feiert der aktualisierte iSmove auf dem Caravan Salon Düsseldorf vom 28. August bis 6. September 2026. Große Revolutionen sucht man bei dieser Modellpflege zwar vergeblich. Dafür kümmert sich Niesmann+Bischoff um Dinge, die im Reisealltag den Unterschied machen: mehr Energiereserven, mehr Unabhängigkeit und weniger Abhängigkeit von der nächsten Stromsäule.
Als direkte Konkurrenten kommen vor allem der Hymer B-Klasse Modern Comfort und die integrierten Malibu-Modelle in Frage. Wer italienisches Design bevorzugt, sollte zudem einen Blick auf den Mobilvetta Kea I86 werfen. Eine preislich günstigere Alternative ist der Forster T 699 EB, der zeigt, dass vollintegrierte Reisemobile nicht zwingend im sechsstelligen Bereich beginnen müssen.
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