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Für eine persönlichere Erfahrung

Lamborghini Urus SE Performante (2026): Plug-in mit mehr Biss

Der schärfste Urus mit Stecker kommt auf eine Spitze von 312 km/h

Lamborghini Urus SE Perfomante
Bild von: Lamborghini

Lamborghini erweitert seine SUV-Baureihe um die modifizierte Hochleistungsvariante Urus SE Performante. Eine wesentliche Neuerung gegenüber den bisherigen Varianten liegt in der Optimierung des Leistungsgewichts durch gezielte Gewichtsreduktion sowie in umfassenden Anpassungen an Fahrwerk und Aerodynamik.

Das Plug-in-Hybrid-System des Urus SE Performante basiert auf dem bekannten 4,0-Liter-V8-Biturbo-Motor, der durch einen Permanentmagnet-Synchron-Elektromotor unterstützt wird. Letzterer ist direkt vor dem Achtgang-Automatikgetriebe positioniert. Die Systemleistung beträgt laut Lamborghini 812 PS (596 kW) bei einer Motordrehzahl von 6000 U/min.

Bildergalerie: Lamborghini Urus SE Perfomante

Das maximale Drehmoment der Systemarchitektur liegt bei 1000 Nm und steht in einem Drehzahlband von 2000 bis 5500 U/min zur Verfügung. Davon entfallen im reinen Verbrennungsbetrieb 620 PS auf den V8-Motor und ein maximales Drehmoment von 800 Nm.

Der Elektromotor leistet maximal 141 kW (192 PS) bei 3200 U/min und liefert ein Drehmoment von bis zu 483 Nm. Gespeist wird das System durch eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Gesamtkapazität von 25,9 kWh, die unter dem Ladeboden des Kofferraums montiert ist. Gemäß Herstellerangaben ermöglicht dies eine rein elektrische Reichweite von über 60 Kilometern im urbanen Raum, wobei eine elektrische Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h erreicht werden kann.

Lamborghini Urus SE Perfomante

Lamborghini Urus SE Perfomante

Bild von: Lamborghini

Lamborghini gibt eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,3 Sekunden und von 0 auf 200 km/h in 10,8 Sekunden an. Die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 312 km/h. Die Bremsleistung wird durch eine Carbon-Keramik-Bremsanlage (CCB) bereitgestellt, die an der Vorderachse Scheiben mit einem Durchmesser von 440 mm und an der Hinterachse von 410 mm nutzt. Der Bremsweg aus einer Geschwindigkeit von 200 km/h bis zum Stillstand beträgt unter 130 Meter.

Fahrwerk, Sensorik und Elektronik

Das Fahrwerk des Urus SE Performante setzt auf die neu eingeführte "AURA"-Architektur. Diese besteht aus einer Zweikammer-Luftfederung gekoppelt mit semiaktiven Dämpfern, die über ein Doppelventilsystem verfügen. Durch die zwei getrennten Luftvolumina und unabhängigen Ventile für die Ein- und Ausfederung können die Steifigkeit der Achsen und das Dämpfungsverhalten elektronisch an den jeweiligen Fahrzustand angepasst werden.

Laut internen Messungen reduziert dieses System die Wankneigung der Karosserie bei dynamischer Fahrweise um bis zu 55 Prozent und minimiert unerwünschte Schwingungen um 25 Prozent im Vergleich zur vorherigen Generation des reinen Verbrenners Urus Performante. Eine mechanische Spurverbreiterung um 16 mm an beiden Achsen erhöht zudem die Querstabilität.

Lamborghini Urus SE Perfomante

Lamborghini Urus SE Perfomante

Bild von: Lamborghini

Zentrales Element der Fahrdynamikregelung ist ein sogenannter 6D-Sensor, der nahe dem Fahrzeugschwerpunkt verbaut ist. Er misst permanent physikalische Größen entlang der drei Raumachsen (Längs-, Quer- und Vertikalbeschleunigung) sowie die Winkelgeschwindigkeiten (Rollen, Nicken und Gieren).

Gekoppelt mit der Bremsschnittstelle "Integrated Power Brake" (IPB) und acht weiteren Beschleunigungssensoren an den Radnaben und dem Chassis, verarbeitet der Steuerungsalgorithmus die Reifenhaftung und Karosseriebewegungen prädiktiv. Das System greift über das elektronisch geregelte Hinterachs-Sperrdifferenzial und den Allradantrieb mit Lamellenkupplung modulierend in die Drehmomentverteilung ein.

Der Fahrer kann über einen zentralen Wahlschalter verschiedene Programme ansteuern. Neben den bereits bekannten Modi (Strada für Effizienz und Komfort, Sport, Corsa für die Rennstrecke und dem EV-Betrieb) wurde für lose Untergründe ein spezifischer "Rallye-Modus" appliziert.

Gewichtsoptimierung, Aerodynamik und Abgasanlage

Im direkten Vergleich zur Standard-Hybridvariante Urus SE wurde das homologierte Leergewicht um 32 Kilogramm auf insgesamt 2473 Kilogramm gesenkt, woraus sich ein Leistungsgewicht von exakt 3 kg/PS ergibt. Erreicht wurde dies vor allem durch den vermehrten Einbau von Leichtbauteilen aus Carbonfaser, darunter die Motorhaube, das Dach, modifizierte Radhäuser, Seitenschweller und der hintere Diffusor.

Lamborghini Urus SE Perfomante

Lamborghini Urus SE Perfomante

Bild von: Lamborghini

Weitere 10 Kilogramm konnten durch die Verwendung einer leichten Abgasanlage aus Titan eingespart werden, die in Kooperation mit Akrapovič entwickelt wurde. Diese arbeitet ohne eine klassische Verbindung (X-Cross) zwischen den beiden Zylinderbänken, wodurch die Abgasstränge zur Reduzierung von Strömungsturbulenzen vollständig unabhängig geführt werden. Im Endschalldämpfer sind zwei auf 124 und 128 Hertz abgestimmte Helmholtz-Resonatoren integriert, um störende tieffrequente Resonanzen im Fahrbetrieb gezielt herauszufiltern.

In puncto Aerodynamik wurde die Abtriebskraft an der Vorderachse durch einen überarbeiteten Frontsplitter um 22 Prozent gesteigert. Insgesamt verzeichnet das Fahrzeug ein Plus an Gesamtabtrieb von 23 Prozent gegenüber dem Basis-Hybridmodell. Auf der Motorhaube wurden zudem großflächige Lufteinlässe, ein sogenannter S-Duct, integriert. Diese führen den Luftstrom gezielt durch die Radhäuser ab, was den thermischen Haushalt des Hybrid-Antriebsstrangs und der Getriebekomponenten reguliert, ohne den aerodynamischen Gesamtwiderstand des Fahrzeugs negativ zu beeinflussen.

Ein zusätzlicher NACA-Einlass leitet gezielt kühle Luft zur Bremsanlage, wodurch die Effizienz der Bremsenkühlung um 8 Prozent optimiert wurde. Der Urus SE Performante rollt serienmäßig auf 22- oder 23-Zoll-Felgen mit Pirelli-P-Zero-Reifen, für den Rennstreckeneinsatz stehen breitere 22-Zoll-Semislicks zur Verfügung.