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Für eine persönlichere Erfahrung

Audi verpasst dem elektrischen A4 in 2028 sein neues Gesicht

Der Elektro-A4 wird zu den ersten in Großserie produzierten Audis mit der neuen Designsprache gehören

Audi Concept C (2025)
Bild von: Audi

Vorerst muss Audi von der Seitenlinie aus zusehen, wie die neue Mercedes C-Klasse und der BMW i3 das Segment der elektrischen Premium-Limousinen unter sich ausmachen. In Ingolstadt plant man den Gegenschlag für 2028: Dann soll der A4 zurückkehren. Der traditionsreiche Name wird allerdings für ein völlig anderes Fahrzeug weiterverwendet, das nur wenig mit dem Verbrenner-A5 gemein haben dürfte.

Gut zwei Jahre bevor der A4 elektrisch zurückkehrt, nennt Audi nun endlich erste Details zur E-Limousine. Technikvorstand (CTO) Rouven Mohr bestätigt, dass sie zu den ersten Großserienmodellen gehören wird, welche die neue Designsprache übernehmen, die man erstmals 2025 mit dem Concept C präsentierte. Der spektakuläre Nuvolari wird dem A4 zwar zuvor kommen, wenn die Auslieferungen 2027 starten, doch der vom Lamborghini Temerario abgeleitete Hybrid-Supersportler ist auf nur 499 Exemplare limitiert.

Eine Serienversion des hier gezeigten Concept C soll ebenfalls noch vor der Rückkehr des A4 im Jahr 2028 erscheinen. Auch wenn er nicht so streng limitiert sein wird wie der Nuvolari, dürfte er dennoch ein Nischenprodukt bleiben. Der elektrische Targa-Sportwagen auf Basis des Porsche Boxster/Cayman EV wird voraussichtlich keine großen Stückzahlen erreichen - wir sprechen hier wohl eher von tausenden als zehntausenden Exemplaren im Jahr.

Die Limousine wird vermutlich der erste viertürige Audi, der die neue Designphilosophie „strive for clarity“ verkörpert, die mit den beiden Performance-Modellen eingeführt wird.

<p>2025 Audi Concept C</p>

2025 Audi Concept C

Foto von: Audi
<p>2025 Audi Concept C</p>

2025 Audi Concept C

Foto von: Audi

Künftige Audi-Modelle sollen hochwertigere Innenräume bekommen

Ähnlich wie beim Exterieur überarbeitet Audi auch seine Innenräume, nachdem man eingeräumt hat, dass die Qualität in den vergangenen Jahren nachgelassen hat. Mit dem Concept C und dem Nuvolari zeigt man nun, wie man die Materialanmutung im gesamten Innenraum deutlich verbessern und gleichzeitig wieder mehr physische Bedienelemente zurückbringen kann. Zudem möchte man dem Bildschirm-Overkill entgegenwirken, der moderne Autos zunehmend prägt. Einige Elemente der beiden Sportwagen-Innenräume wird man dann auch in künftigen A4s und Co. sehen.

In einem Interview mit dem australischen Magazin GoAuto bestätigte Audis CTO außerdem ein weiteres zentrales Detail: die Plattform. Der elektrische A4 wird zu den ersten Produkten des VW-Konzerns gehören, die auf der Scalable Systems Platform (SSP) stehen – einer Architektur, über die das Unternehmen seit Jahren spricht. Der deutsche Automobilkonzern will sein E-Auto-Angebot damit auf ein neues Niveau heben und eine anspruchsvollere Basis entwickeln als die bisherigen Plattformen MEB und PPE.

Auch wenn wir bislang vor allem über die Limousine gesprochen haben, will Rouven Mohr die praktischere Kombi-Variante auch in der elektrischen A4-Ära fortführen: „Wenn Sie mich fragen, dann stimme ich voll zu: Ein Avant gehört zur Audi-DNA. Audi hat den Kombi, glaube ich, cool gemacht – das sollten wir fortsetzen.“

Audi Concept C (2025)


Motor1 meint: Mit Concept C und Nuvolari hofft Audi, an den Erfolg von TT und R8 anzuknüpfen. Idealerweise sorgt die Begeisterung rund um die beiden Sportwagen dafür, dass mehr Menschen in die Autohäuser kommen und Volumenmodelle wie den elektrischen A4 kaufen. Die neue Designsprache soll sich anschließend über das gesamte Modellprogramm ausbreiten – damit dürfte Audis Portfolio Anfang der 2030er-Jahre grundlegend anders aussehen.

Bei der neuen Formensprache gehen die Meinungen auseinander, doch für ein Urteil ist es noch zu früh. Sinnvoller ist es, ein Hochvolumenmodell wie den A4 als E-Version abzuwarten, um zu sehen, was Audi mit „strive for clarity“ tatsächlich meint. Design bleibt subjektiv – einig dürfte man sich aber sein, dass die Marke sich von den heute bildschirmdominerten Cockpits und den Flächen aus hochglänzendem schwarzem Kunststoff entfernen sollte. Stattdessen wäre eine Rückkehr zu jener Verarbeitungsqualität wünschenswert, die Käufer früher dazu brachte, Audi gegenüber BMW und Mercedes zu bevorzugen.