Ist dieser wiedergeborene Ford GT40 eigentlich ein Audi?
Der GT MkII aus Südafrika hat einen dicken V8 mit 800 PS, aber nicht viel mit Ford zu tun ...
Der Ford GT40 gehört zu den ikonischsten Rennwagen der amerikanischen Automobilgeschichte. In den 1960er-Jahren schickte Ford gleich mehrere Exemplare nach Le Mans, um Ferrari zu demütigen, und legte damit den Grundstein für eine jahrzehntelange Welle an Nachbauten und Interpretationen, die Optik und Fahrgefühl dieser legendären Autos einzufangen versuchten.
Der jüngste Restomod stammt vom südafrikanischen Unternehmen Cape Advanced Vehicles (CAV). Welches Chassis als Basis dient, verrät die Firma nicht. Die spärlichen Hinweise, die CAV preisgibt, deuten jedoch darauf hin, dass unter der neuen Karosserie ein Audi R8 steckt und nicht etwa ein Ford.
Der CAV GT MkII kombiniert einen zweifach kompressoraufgeladenen 4,2-Liter-V8 mit Allradantrieb. Laut dem Aufbauhersteller verfügt der Motor über geschmiedete Innenteile, Direkteinspritzung, Trockensumpfschmierung, einen Ansaugkrümmer aus Carbon sowie eine Abgasanlage aus Inconel.
Der V8 leistet 800 PS (588 kW) und entwickelt ein maximales Drehmoment von 850 Nm. Die Kraft wird wahlweise über eines von drei Getrieben auf die Räder übertragen: ein halbautomatisches Sechsganggetriebe mit einer Kupplung, ein Doppelkupplungsgetriebe oder ein manuelles Schaltgetriebe. Der originale Ford verfügte über keinen Allradantrieb.
CAV gibt eine Höchstgeschwindigkeit von über 330 km/h an; der Sprint von null auf 100 km/h soll in 3,0 Sekunden gelingen. Das Fahrzeug bringt 1.350 Kilogramm auf die Waage. Die Karosserie besteht aus einem Carbonverbund, die Struktur aus einem Spaceframe aus Aluminium und Carbon.
Motor1-Kommentar: CAV baut seit Jahrzehnten GT40-Repliken, doch das jüngste Projekt markiert eine neue Qualitätsstufe. Die Leistungsdaten rangieren auf Supersportwagen-Niveau, die Getriebevielfalt übertrifft selbst die einer neuen Corvette, und das Design wirkt eigenständig, ohne dabei die Wiedererkennbarkeit des Originals aufzugeben.
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