Lotus-CEO kritisiert eigenes Hypercar wegen zu hohen Gewichts
Lotus-CEO Feng Qingfeng hat offenbar unbeabsichtigt sein eigenes Produkt abgewertet, sagte, Sportwagen über 1.800 kg seien nicht gut
Lotus-CEO Feng Qingfeng steht derzeit etwas unter Druck. Der Firmenchef äußerte sich zu Sportwagen und Leergewichten – und zwar in einer Weise, die im direkten Widerspruch zu dem steht, was das Unternehmen aktuell baut.
Laut CarNewsChina erklärte Qingfeng, jeder Sportwagen mit mehr als 1.800 Kilogramm sei mittelmäßig – ein Wert, den die meisten aktuellen Lotus-Modelle überschreiten. Selbst das eigene Hypercar Evija bringt über 1.900 Kilogramm auf die Waage. Nach der Logik des Lotus-CEO wäre also sogar der Evija nur mittelmäßig.
Ganz ohne positiven Effekt müssen Qingfengs Aussagen dennoch nicht bleiben. Lotus arbeitet derzeit an einem V8-Supersportwagen. Da könnte man dann ja mal die Axt ansetzen, wie das früher Usus war bei den Herrschaften aus Norfolk.
Der kürzlich angeteaserte Lotus Type 135 soll über einen V8-Hybrid-Antrieb verfügen, der über 1.000 PS leisten soll. Wenn es sich dabei um einen Plug-in-Hybrid handelt, dürfte es natürlich schwer werden, nicht schwer zu werden.
Wir erinnern uns: Eine Elise wog vor 30 Jahren noch gut 700 Kilo. Selbst der letzte Esprit (gebaut bis 2004) brachte es mit V8 auf lediglich 1.300 Kilogramm. Dass es mit der Askese durch all die aktuellen Auflagen und Vorschriften immer schwieriger wird, zeigt das Beispiel Lotus Emira. Der seit 2022 geaute Mittelmotor-Sportler ist trotz kompakter Ausmaße inzwischen über 1.400 Kilo schwer.
Motor1 meint: Kein Produkt von Lotus sollte jemals als mittelmäßig gelten – aber Feng Qingfeng trifft einen wunden Punkt. Die Marke, die den Spruch „adding lightness“ geprägt hat, muss zu diesem Grundsatz zurückfinden. Wir hoffen sehr, dass der kommende Type 135 alles andere als mittelmäßig wird.
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