Offiziell: Neues Opel-SUV mit China-Technik kommt 2028
2028 soll es kommen und zentrale Komponenten von Leapmotor nutzen
Lange wurde es gemunkelt, jetzt ist es offiziell. Kurz vor dem Stellantis' Investor Day 2026 stellt Opel ein Schlüsselprojekt seiner neuen Modellstrategie vor: ein komplett neues, vollelektrisches SUV, das die bestehende Modellpalette im wichtigen und hart umkämpften C-Segment erweitern soll. Und zwar mit Technik aus China.
Das Projekt dient als Blaupause für eine effiziente globale Zusammenarbeit im Rahmen der von Stellantis und Leapmotor geplanten Erweiterung ihrer Partnerschaft. Aktuell hält Stellantis 51 Prozent an dem chinesischen Unternehmen. Zugleich soll es Opel ermöglichen, in kürzester Zeit einen bedeutenden strategischen Schritt bei der Elektrifizierung und Skalierung zu machen.
Leapmotor B10 (2025)
Der Produktionsstart des Newcomers wird bereits ab 2028 erwartet. Das neue Opel-SUV im C-Segment würde das aktuelle SUV-Portfolio um Opel Grandland, Frontera und Mokka ergänzen.
"Unser neues SUV soll bei Opel in Rüsselsheim designt und erschaffen und von unseren internationalen Teams in Deutschland und China entwickelt werden. Die Partnerschaft mit Leapmotor soll ermöglichen, das Fahrzeug in weniger als zwei Jahren zu entwickeln. Damit plant Opel einen weiteren wichtigen Schritt bei der Entwicklung hochmoderner und erschwinglicher Elektrofahrzeuge für unsere Kunden", sagt Opel CEO Florian Huettl.
Das neue Modell soll voraussichtlich zentrale Komponenten der neuesten elektrischen Architektur sowie der Batterietechnologie von Leapmotor nutzen – kombiniert mit dem typischen Opel-Design, dem Bedien- und Nutzererlebnis, der Fahrwerkskompetenz sowie Licht- und Sitztechnologie von Opel.
Start der Produktion des Opel Corsa im Werk Saragossa 1982
Der Newcomer soll vom effizient aufgestellten Stellantis-Produktionsnetzwerk in Europa profitieren und soll künftig im spanischen Werk Saragossa neben dem Opel Corsa vom Band rollen. Bereits seit 1982 wird die Opel-Kleinwagen-Ikone hier gebaut, ebenso mittlerweile der Peugeot 208 und der Lancia Ypsilon. Leapmotor soll ab 2026 zudem seinen C-SUV B10 in dem Werk fertigen.
"Mit diesem Projekt beabsichtigt Opel, deutsche Ingenieurskunst mit globaler technologischer Innovationsgeschwindigkeit zu vereinen", sagt Xavier Chéreau, Vorsitzender des Opel-Aufsichtsrates und Stellantis Chief Human Resources & Sustainability Officer. "Innovationsgeist prägt das nächste Kapitel unserer globalen Zusammenarbeit mit Leapmotor – und Opel übernimmt mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle."
Die Zusammenarbeit soll die Rolle von Opel als wichtigen Treiber für Wertschöpfung und Elektrifizierung stärken. Die Parteien treiben derzeit Machbarkeitsstudien und Vorentwicklungsarbeiten im Rahmen bestehender Vereinbarungen voran und führen ihre Gespräche über eine mögliche weitergehende industrielle Zusammenarbeit wie hier beschrieben fort – vorbehaltlich des Abschlusses verbindlicher Vereinbarungen sowie der üblichen Genehmigungen.
Schließlich wird die Allokation eines neuen Leapmotor-Fahrzeugs im Werk Villaverde (Madrid) im ersten Halbjahr 2028 geprüft. Die Allokation würde die Zukunftsperspektive des Werks deutlich stärken. Dies ist angesichts des geplanten Produktionsendes des Citroën C4 in diesem Werk von besonderer Bedeutung.
Gleichzeitig soll die spanische Tochtergesellschaft von LPMI neuer Eigentümer des Werks werden. Die Fertigung in Villaverde wird den angekündigten Anforderungen von Made in Europe vollkommen entsprechen. LPMI wird seine Fahrzeuge aus Villaverde in Europa und der Region Naher Osten & Afrika (MEA) vermarkten.
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