Mercedes und Unimog mit Feuerwehr-Neuheiten zur RETTmobil 2026
Atego als Löschgruppenfahrzeug, U 5023 für Waldbrände
Vom 6. bis 8. Mai 2026 versammelt sich die internationale Feuerwehr- und Rettungsbranche in Fulda zur RETTmobil, der europäischen Leitmesse für Rettung und Mobilität. In diesem Jahr nutzt Daimler Truck die Plattform, um in Kooperation mit führenden Aufbauherstellern die technische Leistungsfähigkeit aktueller Fahrgestelle für den Einsatz im Blaulichtsektor zu demonstrieren.
Am Stand F16 im Freigelände stehen dabei zwei spezialisierte Konzepte im Fokus, die das breite Anforderungsprofil moderner Feuerwehren abdecken: die kommunale Brandbekämpfung sowie die spezialisierte Waldbrand- und Katastrophenhilfe.
Bildergalerie: Daimler Truck und Mercedes auf der RETTmobil 2026
Für den klassischen Feuerwehralltag präsentiert der Hersteller das Löschgruppenfahrzeug LF 10 auf Basis des Mercedes Atego. Das 16-Tonnen-Fahrgestell mit Single-Bereifung ist auf eine Kombination aus Brandbekämpfung und technischer Hilfeleistung ausgelegt. Ein zentrales Merkmal ist die von Schlingmann gefertigte Gruppenkabine "VARUS" (die Firma hat ihren Sitz am Teutoburger Wald), die durch einen durchgehenden Innenraum die Kommunikation innerhalb der Besatzung optimiert.
Der Aufbau aus Edelstahl-Spezialprofilen beherbergt einen 3.000 Liter fassenden Löschwassertank. Für die Brandbekämpfung ist eine Feuerlöschkreiselpumpe Schlingmann S2000 (FPN 10-2000) verbaut, die über ein übersichtliches, handschuhgerechtes Bedienpult gesteuert wird. Zur technischen Ausstattung gehören ein pneumatischer LED-Lichtmast, eine integrierte Hygienewand und die "PowAirBox" zur externen Versorgung.
Atego LF 10 VARUS auf der RETTmobil 2026
Parallel dazu adressiert der Unimog U 5023 die steigenden Anforderungen im Katastrophenschutz, insbesondere bei Waldbränden und Hochwasserlagen. Das Fahrzeug verfügt über eine Watfähigkeit von 1,2 Metern sowie Portalachsen, die eine extreme Verschränkungsfähigkeit garantieren. Der von Rosenbauer realisierte Aufbau als Waldbrand-Tanklöschfahrzeug (TLF-W) beinhaltet eine Selbstschutzanlage für Kabine und Unterboden sowie eine "Pump & Roll"-Funktion, die den Löschbetrieb während der Fahrt ermöglicht. Er umfasst 2.700 Liter Löschwasser sowie 300 Liter Selbstschutzreserve.
Unimog U 5023 TLF-W auf der RETTmobil 2026
Angetrieben wird das Fahrzeug von einem 170 kW (231 PS) starken Motor mit 900 Nm Drehmoment. Das vollsynchronisierte, zusätzlich untersetzte automatisierte Schaltgetriebe mit Electronic Quick Reverse (EQR), erleichtert zudem schnelle Richtungswechsel im Gelände. Besondere Ausstattungsmerkmale wie hitzegeschützte Leitungen, eine Frontseilwinde und ein variabler Frontwerfer qualifizieren den Unimog für die Arbeit in unmittelbarer Brandnähe.
Neuheiten für Notärzte
Gezeigt werden außerdem ein Sprinter Rettungswagen (RTW) mit einem Ausbau von GSF Sonderfahrzeugbau sowie ein Vito Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) mit Ausbau durch Ambulanz Mobile. Der Sprinter ist im Rettungsdienst seit Jahren etabliert und bietet eine robuste Basis für vielfältige Rettungswagen‑Konzepte. Dieses Jahr zeigt Mercedes‑Benz Vans auf der RETTmobil einen Sprinter Rettungswagen mit einem Ausbau der niedersächsischen Firma GSF Sonderfahrzeugbau.
Der Kofferaufbau überzeugt mit praxisnaher Ausstattung. Im Innenraum steht das Thema Ergonomie im Vordergrund: Das Fahrzeug ist übersichtlich aufgebaut, leicht zu reinigen und perfekt auf den Arbeitsalltag im Rettungsdienst abgestimmt. Licht, Strom und Daten sind nahtlos integriert, während Deckensysteme zusätzlichen Raum schaffen und die Übersicht verbessern. Das unterstützt die Teams sowohl bei Routineaufgaben als auch unter hoher Belastung. Kurze Wege, griffbereite Halterungen und Geräteplätze helfen, die Abläufe abzusichern und medizinische Abläufe zu beschleunigen.
In Fulda steht zudem ein Vito als Notarzteinsatzfahrzeug. Das NEF bildet eine wichtige Basis im Rettungswesen. Das Fahrzeug wurde von Ambulanz Mobile aus Schönebeck (Elbe) ausgebaut. Der Vito bietet die notwendigen Ausstattungsumfänge sowie die Größe, um den Anforderungen eines modernen Notarzteinsatzfahrzeuges gerecht zu werden. Er besitzt auf kompaktem Raum viel Platz für geordnet verstaute und jederzeit griffbereite Ausrüstung. Für anspruchsvolle Einsatzbedingungen ist der Vito mit Allradantrieb ausgestattet – ein Vorteil bei schlechtem Wetter und abseits befestigter Wege.
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