Volvo V40 T5 2014 im Test

Volvo hat hierzulande einen Dieselanteil von über 90 Prozent. Man hätte die Benzinerseite der neuen modularen Drive-E-Motoren demnach auch schlicht weglassen können. Hätte doch eh keiner gemerkt. Nun, ganz so einfach ist es dann auch wieder nicht. Schließlich haben die Menschen in den USA oder in China wenig Lust auf nagelnde Selbstzünder. Und spätestens wenn der weltweite Hoffnungsträger XC90 im Frühjahr 2015 auf den Markt kommt, wird es sich als sehr nützlich erweisen, dass man die alten Benziner-Saufbolde mit fünf und sechs Zylindern durch topmoderne Turbo-Vierzylinder ersetzt hat.

Schwer aber schnell
Der Kleinste im Schweden-Programm profitiert nun auch von den Neuerungen. Denn im V40-Topmodell T5 schlägt jetzt ebenfalls ein Drive-E-Herz. Es verfügt – wie nicht anders zu erwarten – über zwei Liter Hubraum und ersetzt den Fünfzylinder-Turbo mit 256 PS. Seine 245 PS und 350 Newtonmeter gehen per Achtgang-Automatik ausschließlich an die Vorderräder. Klingt ziemlich ordentlich und beschleunigt den mit 1.583 Kilo reichlich properen V40 auch entsprechend. In 6,3 Sekunden gelingt der Sprint von null auf 100 km/h, Schluss ist erst bei Tempo 240. Direkt nach dem Start und bei niedrigen Drehzahlen stellt sich auch beim neuen T5 ein Phänomen ein, das so viele moderne Direkteinspritzer teilen – er klingt wie ein Diesel. Ein lauter Diesel. Glücklicherweise verschwindet das unangenehme Nageln recht flott und mutiert im weiteren Drehzahlverlauf zu einer herrlichen Ruhe, wie man sie nu...