Dacia Sandero vs. Citroën C3: Duell bezahlbarer Kompaktwagen
Beide bieten ein interessantes Preis-Ausstattungs-Verhältnis, verfolgen jedoch leicht unterschiedliche Philosophien
Im B-Segment der Kleinwagen gehören Dacia Sandero und Citroën C3 zu den aktuell günstigsten Angeboten auf dem Markt. Bezahlbare Preise werden bei den Budget-Marken mit ordentlichen Serienausstattungen und einer breiten Motorenpalette kombiniert.
Der Dacia Sandero kommt neben dem Kleinwagen auch als Stepway und taucht seit Jahren in den Top 5 der europäischen Zulassungsstatistiken auf. Der Citroën C3 buhlt mit eigenständigem Stil und einem erschwinglichen Elektroangebot um Kunden. Schauen wir uns an, was der Rumäne und der Franzose zu bieten haben.
Exterieur
Mit einem jüngst eingeführten Facelift bleibt der Sandero seiner schlichten, aber modernen Formensprache treu. Einige Details lassen ihn jedoch etwas zeitgemäßer und robuster wirken. Mit einer Länge von rund 4,09 Metern, beziehungsweise 4,10 Meter beim Stepway, und einem Radstand von 2,60 Metern ist der Sandero größer als mancher Rivale.
Dacia Sandero Stepway
Citroen C3
Die neue LED-Lichtsignatur in Form eines umgedrehten "T" verbindet optisch Motorhaube und Stoßfänger; LED-Rückleuchten mit Pixel-Effekt setzen ebenfalls einen modernen Akzent. Die Stepway-Version hebt sich zusätzlich durch unlackierte Kunststoff-Radläufe, Unterfahrschutz-Elemente und Nebelscheinwerfer-Einfassungen ab. Das Design wirkt nicht aggressiv, sondern funktional und auf Langlebigkeit ausgelegt.
Der C3 tritt deutlich markanter und wiedererkennbarer auf, mit Anleihen aus der Welt der kompakten Crossover – bleibt dabei aber ein klassischer Kleinwagen. Mit einer Länge von 4,01 Meter, 1,75 Meter Breite und 1,57 Meter Höhe ist der Franzose etwas kompakter als sein Rivale.
Vorn setzen die Scheinwerfer auf eine sehr klare "C"-Signatur; zudem lässt sich die Karosserie mit Zweifarb-Lackierungen individualisieren, die die optische Tiefe betonen und die prägnanten Linien hervorheben.
| Modell | Länge | Breite | Höhe | Radstand |
| Dacia Sandero | 4,10 m
|
1,85 m |
1,50 m 1,54 m (Stepway) |
2,60 m |
| Citroen C3 | 4,02 m | 1,81 m | 1,57 m | 2,54 m |
Interieur
Der Innenraum des Dacia ist sachlich und klar auf Alltagstauglichkeit ausgelegt. Das Facelift bringt spürbare Verbesserungen in der Qualität. In den höherwertigen Versionen gibt es nun einen neuen 10,1-Zoll-Zentralbildschirm mit vernetzter Navigation sowie eine Wireless-Ladefunktion. Das 7-Zoll-Digitalinstrument ist modern und gut ablesbar, mit einfacher Darstellung.
Dacia Sandero Stepway, der Innenraum
Citroen C3, der Innenraum
Je nach Ausstattung können die Sitze mit schwarzem oder blauem Stoff bezogen werden, mit Denim (Version Journey) oder mit grün-schwarzem Microcloud-TEP in der Extreme-Variante. Hinzu kommt das praktische YouClip-System, mit dem sich Zubehör flexibel und intuitiv befestigen lässt. Der Kofferraum zählt zu den Stärken des Modells: Das Mindestvolumen liegt bei 410 Litern, maximal sind es 1.455 Liter.
Auch der C3 setzt innen auf eine pragmatische, ähnlich nüchterne Ausrichtung wie der Dacia. In den Basisversionen nutzt Citroën eine Smartphone-Halterung als zentrale Bedien- und Anzeigeeinheit, während in höheren Ausstattungen ein 10,25-Zoll-Touchscreen mit moderner Oberfläche und intuitiver Bedienung verbaut ist. Die digitale Instrumentierung ist einfach gehalten und für besseren Überblick weit oben auf dem Armaturenbrett positioniert.
Dacia Sandero Stepway, der Kofferraum
Citroen C3, der Kofferraum
Insgesamt setzt der Innenraum auf weichere Oberflächen und abgerundete Formen. Die Anmutung liegt über dem Segmentdurchschnitt: sauber abgestimmte Kunststoffe und ein sorgfältiges Design bei Türtafeln und Sitzbezügen. Der Kofferraum bietet 310 Litern: eine Folge der etwas kompakteren Abmessungen gegenüber dem Sandero.
| Modell | Kombiinstrument | Infotainment |
| Dacia Sandero | 3,5 Zoll (Basisversionen) / 7 Zoll | 8 Zoll (Basis) / 10,1 Zoll |
| Citroen C3 | 7 Zoll | Nicht vorhanden (Basis) / 10,25 Zoll |
Motoren
Der Sandero bietet eine sehr breite Motorenpalette – vom 1.0 SCe mit 65 PS (48 kW) bis zum 1.0-Turbo-Benziner mit 100 PS (74 kW) (110 PS/81 kW im Stepway). Hinzu kommt der 1.2 Eco-G mit 120 PS (88 kW) als Benzin/LPG (kombinierbar mit Handschaltung oder einer neuen 6-Gang-Automatik) sowie ab Ende 2026 ein Vollhybrid mit 155 PS (114 kW).
Die LPG-Version soll dank eines 49,6-Liter-Tanks (rund 25 Prozent mehr als beim Modell vor dem Facelift) auf eine Gesamtreichweite von bis zu 1.590 Kilometer kommen. Der Hybrid 155 kombiniert dagegen einen 1,8-Liter-Benziner mit zwei Elektromotoren und einer 1,4-kWh-Batterie, die während der Fahrt nachgeladen wird.
Dacia Sandero Stepway
Citroen C3
Beim C3 stehen der 1.2 PureTech Turbo mit 100 PS (74 kW) mit 6-Gang-Schaltgetriebe sowie eine Mildhybrid-Variante mit 110 PS (81 kW) ausschließlich mit 6-Gang-Automatik zur Wahl. Dazu kommt der elektrische ë-C3 mit Frontmotor, 113 PS (83 kW) und LFP-Batterie mit 30 oder 44 kWh.
Die Reichweite liegt je nach Version bei 204 bis 320 km (WLTP). Geladen wird per DC-Schnellladung mit bis zu 100 kW (20–80 Prozent in etwa 25 Minuten).
| Modell | Benzin | Benzin/LPG | Mild-Hybrid-Benzin | Vollhybrid-Benzin | Elektro |
| Dacia Sandero |
1.0 67 PS 1.0 101 PS 1.0 110 PS |
1.2 120 PS | - | 1.8 155 PS (Ende 2026) |
- |
| Citroen C3 | 1.2 101 PS | - | 1.2 110 PS | - | 113 PS und bis zu 44 kWh |
Preise
Der Sandero startet mit 65 PS bei 12.790 Euro. Der Stepway ist zum Einstieg als LPG-Version erhältlich und beginnt bei 14.990 Euro.
Beim C3 liegt der Einstiegspreis bei 16.290 Euro für die nicht elektrifizierte Benzinversion. Die Elektroversion kostet 20.140 Euro als Urban Range mit 30-kWh-Batterie fällig. Durch staatliche und herstellerseitliche Subventionen kann hier jedoch noch ordentlich gespart werden.
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