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Ferrari stellt klar: Der Luce ist keine Pflicht für Sammler
Bei Sondereditionen wird es in Maranello keinen Zwang zum Kauf vollelektrischer Modelle geben

Bild von: Ferrari

Von: Adrian Padeanu
Übersetzt von: Benja Hiller
Veröffentlicht von: Benja Hiller
11. Feb. um 10:15 Uhr
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Ferrari macht sich absolut keine Sorgen, dass ihr erstes Elektroauto möglicherweise nur schwer zu verkaufen sein könnte. Noch bevor im kommenden Monat die Vorbestellungen starten, sorgt der Luce laut CEO Benedetto Vigna bereits für "sehr positives" Feedback. In der Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2025 machte der Chef aus Maranello deutlich, dass Sammler von Sondereditionen das erste Elektrofahrzeug nicht aufgedrängt bekommen.
"Wir werden unsere Kunden niemals dazu zwingen, ein Elektroauto kaufen zu müssen, um, sagen wir, einen 849 Testarossa oder wie auch immer das nächste Auto heißen wird zu erhalten. Man darf Kunden nicht zwingen, etwas zu kaufen, das ihnen nicht gefällt. Das wäre der größte Fehler, und ich denke, wir müssen daraus lernen, was wir falsch machen und was der Markt falsch macht, okay?"
Während des Calls verriet Vigna zudem, dass der Luce bei einem besonderen Event in Rom am 25. Mai 2026 offiziell enthüllt wird. Wie zu erwarten, sind Ort und Datum nicht zufällig gewählt, sondern als historischer Verweis auf den Ferrari 125 S zu verstehen. Das allererste Auto der Marke holte am 25. Mai 1947 beim Rom-Grand-Prix seinen ersten Sieg – mit Franco Cortese am Steuer.

Bild von: Ferrari
Auf die Weltpremiere des Luce Ende Mai 2026 sollen vier weitere Neuheiten folgen. Das ist Teil eines umfassenderen Plans, bis 2030 nicht weniger als 20 Modelle einzuführen. Zu den konkreten Neuheiten in diesem Jahr wollte Vigna keine Details nennen, doch ein Amalfi Spider als Nachfolger des Roma Spider scheint wahrscheinlich – schließlich wurde das Coupé im vergangenen Jahr eingeführt.
Der PurosanguePurosangue könnte ein Update mit einem kleineren Motor als dem V12 erhalten und möglicherweise als Plug-in-Hybrid kommen. Ebenso wäre ein SP4 aus der extrem exklusiven Icona-Serie denkbar – als Nachfolger von Monza SP1/SP2 und Daytona SP3. Zusätzlich ist ein neues, besonders kompromissloses Track-orientiertes Modell möglich. Auch ohne diese Neuzugänge, so Vigna, reichen die Auftragsbücher bereits bis spät ins nächste Jahr.
Motor1 meint: Ferrari wirkt überzeugt, dass der Luce auch ohne künstlichen Druck auf Käufer ausreichend gefragt sein wird. Es dürfte in jedem Fall das bislang kontroverseste Auto der Marke werden, wohl noch mehr als der Purosangue. Das SUV mit V12 ist ein voller Erfolg, doch es ist wahrscheinlich, dass der Luce dessen Stückzahlen nicht erreichen wird.
Der Preis wird dabei eine entscheidende Rolle spielen. Bisher wollte sich Ferraris CEO hierzu noch nicht äußern: "Beim Preis haben wir natürlich eine Vorstellung, aber das wird erst nach dem vollständigen Enthüllungsprozess kommuniziert – so wie wir es bei allen Modellen handhaben." Im Juni 2024 berichtete Reuters, das Auto werde mehr als 500.000 US-Dollar (420.000 Euro) kosten – bestätigt hat Ferrari das jedoch nie.
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Quelle: Ferrari
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