Extremer VW Golf R als Erlkönig erwischt: Kommt ein Fünfzylinder?
Steckt da nur eine weitere Leistungssteigerung drunter? Wir haben mehr Details
Der Volkswagen Golf R ist längst ein Klassiker – nicht nur, weil er seit Jahren die Speerspitze der Baureihe bildet, sondern auch, weil er eine lange Tradition fortführt. Schon 1992 mit dem Golf VR6 setzte VW ein Ausrufezeichen, später mit dem R32 den Grundstein für die heutige R-Division. Der Gedanke war stets derselbe: Alltagsauto und Fahrspaßmaschine in einem.
Nun steht offenbar ein neues Kapitel bevor. Auf dem Nürburgring wurde ein auffälliger Testwagen gesichtet, der nach mehr Leistung und mehr Performance riecht. Insider sprechen von rund 350 PS, die aus dem bekannten 2,0-Liter-Turbovierzylinder herausgekitzelt werden könnten – jenem Motor also, der den Golf R seit 2012 antreibt. Keine Revolution, sondern konsequente Weiterentwicklung.
Bildergalerie: VW Golf R 350 (2026) Prototyp
Doch damit nicht genug: In der Szene sorgt ein anderes Detail für Gesprächsstoff. Einige Beobachter wollen beim Prototypen einen Sound vernommen haben, der so gar nicht nach Vierzylinder klang. Mehr sonores Brabbeln, mehr Charakter, fast schon ein Knurren wie man es sonst nur von Audis legendärem Fünfzylinder kennt. Könnte es sein, dass Volkswagen tatsächlich erste Versuchsfahrten mit eben diesem Aggregat wagte? Das würde auch die Armada an Kühlern in der zerklüfteten Front erklären.
Offiziell bestätigt ist nichts, aber der Gedanke alleine elektrisiert. Ein Golf mit dem RS 3-Herzen – das wäre Gänsehaut pur und ein Stück Konzernmagie, das viele Fans sofort unterschreiben würden. Zudem wäre es ein Knaller zum Abschied des Fünfzylinders und auch nochmal ein Ausrufezeichen für den Golf R, dessen Ende ebenfalls absehbar ist.
Dabei wäre es nicht der erste Golf mit Fünfzylinder. Bereits 1997 steckte Volkswagen in den Golf 4 V5 einen 170 PS starken Fünfender. Dieser war allerdings kein kultiger Reihenmotor, sondern stammte vom VR6 ab, den man "einfach" um einen Zylinder beraubte.
Unabhängig von der Motorfrage zeigt die Testkarosse klare Zeichen: Luftauslässe auf der Motorhaube, größerer Kühler, neu gezeichneter Stoßfänger. Dazu leichte Felgen mit R-blauen Bremssätteln, der obligatorische Dachspoiler und das bekannte Quad-Auspufflayout. Am Steuer saß kein Geringerer als Benjamin Leuchter, Nürburgring-Profi und langjähriger VW-Werksfahrer. Ein deutliches Signal, dass hier mehr Feinschliff als Showprogramm betrieben wird.
Was am Ende in Serie geht, bleibt spannend. Realistisch ist ein nochmals verfeinertes Paket mit optimierter Lenkung, knackigerem Getriebe und leichterem Aufbau. Aber selbst wenn es "nur" die 350 PS aus dem Vierzylinder werden – das nächste Kapitel Golf R dürfte ein lautstarkes sein. Vielleicht sogar mit einem Sound, der die Grenzen zwischen Wolfsburg und Ingolstadt verschwimmen lässt.
Quelle: Automedia
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