Mercedes-AMG S 63 Facelift (2026) als Erlkönig erwischt
Das bisher leistungsstärkste Flaggschifft blubbert wohl weiterhin mit 4,0-Liter-V8 und 802 PS
Mercedes strafft derzeit die Herangehensweise an die Modellpalette. Zum einen werden E- und Verbrenner-Varianten wieder unter einem Namen geführt, zum anderen sollen Autos mit Verbrennungsmotoren über 2030 hinaus weiter zu verkauft werden. Ursprünglich hatten die Stuttgarter eigentlich geplant, bis dahin eine vollelektrische Marke zu werden.
Die gemächlichen Entwicklungen bei der Mercedes S-Klasse deuten zudem darauf hin, dass wir auf das Facelift, das eigentlich immer nach vier Jahren anstand, bis 2026 warten können. Zuletzt gab es für das Flaggschiff eine zarte Modelpflege – ein technischer Feinschliff für die Baureihe W223, die seit 2020 auf dem Markt ist.
Bildergalerie: Mercedes-AMG S63 (2026) Facelift Erlkönigfotos
Mit der aktuellen Herangehensweise verschafft sich Mercedes Zeit, um die Entwicklung des Elektrofahrzeugmarktes weiter zu beobachten und möglicherweise neue Nachfolger für seine Verbrennungsmotoren-Produktpalette zu entwickeln. Eine gänzlich neue S-Klasse erwarten wir also nicht vor 2030.
Das Facelift jedoch sollte demnach zur Halbzeit Ende 2025 für 2026 offiziell vorgestellt werden. Und wenn wir uns die aktuellen dicken Brummer auf Erprobungsfahrt ansehen, dürfte das in etwa hinkommen. Schon Ende letzten Jahres ist unseren Fotografen eine Mercedes-Maybach S-Klasse in Schweden vor die Linse gefahren. Jetzt wurde der potente Bruder, der Mercedes-AMG S 63 mit Facelift als Erlkönig erwischt.
Und viel Neues erwarten wir da unter der Haube ehrlicherweise nicht. Denn erst 2023 wurde die S-Klassen-Palette um den AMG S 63 erweitert und war damit die leistungsstärkste S-Klasse, die der Automobilhersteller je angeboten hat.
Mercedes-AMG S63 (2026) Facelift Erlkönigfotos
Mercedes-AMG S63 (2026) Facelift Erlkönigfotos
Ein 4,0-Liter-Twin-Turbo-V8 sowie ein an der Hinterachse montierter Elektromotor treiben den Kahn an. Die Gesamtleistung beträgt satte 802 PS und 1.430 Newtonmeter Drehmoment. In etwa 3,2 Sekunden geht's auf Tempo 100. In Europa liegt der Topspeed serienmäßig bei 250 km/h.
Das sind auch nächstes Jahr noch absolut standesgemäße Werte für die stattliche Limousine. Doch auch Außen wird sich nicht allzu viel ändern, weshalb sowohl die Maybach S-Klasse, als auch der AMG S 63 kaum mehr getarnt in der Gegend rumfahren. Der Kühlergrill aller S-Klassen wird wie bei der E-Klasse beleuchtet sein, ansonsten gibt es vermutlich zaghafte Anpassungen an Front- und Heckschürzen – die einzig getarnten Teile.
Mercedes hat jedoch angekündigt, dass die künftige Modellreihe ein Pillar-to-Pillar-Display haben wird. Das heißt, ein optionales Infotainment-Display, das sich von der linken A-Säule bis zur rechten A-Säule streckt. Der Kunde hat also die Wahl zwischen einem großen Zierelement oder einer Art MBUX-Superscreen (Mercedes-Benz User Experience) wie in der neuen E-Klasse.
Das autonome Fahren mit Level 3 wurde schon in der Modellpflege auf 95 km/h erhöht. Bei aktiviertem DRIVE PILOT ist es gestattet, sich anderen Tätigkeiten zu widmen. Fahrerinnen und Fahrer können beispielsweise Filme schauen, Zeitung lesen, arbeiten oder sich ganz einfach entspannen, während die S‑Klasse hochautomatisiert fährt.
Höhere Geschwindigkeiten werden eventuell im Facelift mit der neuen Hardware der 6. Generation möglich. Aufgrund der höheren Geschwindigkeiten muss die Kamera eine höhere Auflösung haben, damit sie weiter sehen kann. Darüber hinaus müssen die Daten von Radar, Lidar und Kamera schneller ausgewertet werden. Dies wird mit der kommenden Generation wohl möglich und dementsprechend auch in der AMG-Variante zu finden sein.
Quelle: Automedia
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