Citroën C3/Dacia Sandero/Fiat Grande Panda: Günstig-Autos im Vergleich
Zwei der Kleinwagen gibt es auch rein elektrisch ...
Kleinwagen werden gefühlt immer seltener, im Segment unter 20.000 Euro erst recht. Umso interessanter ist jetzt das Erscheinen des neuen Fiat Grande Panda. Er tritt unter anderem gegen den Dacia Sandero (der meistverkaufte Neuwagen in Europa 2024) und den Citroën C3 (aus dem gleichen Konzern) an.
Wo liegen die Unterschiede des Trios? Und wo gibt es gewisse Gemeinsamkeiten? Wir bitten Dacia Sandero, Citroën C3 und Fiat Grande Panda zu einem ersten Vergleich auf dem Papier. Anmerkung: Wir zeigen größtenteils den Sandero Stepway. Die Unterschiede zum normalen Sandero sind bis auf die Bodenfreiheit aber eher optischer Natur. Zudem gibt es im Stepway den Basis-Benziner nicht, dafür nur dort ein 110-PS-Aggregat.
Bildergalerie: Fiat Grande Panda (2025) vs. Citroen C3 (2025) vs. Dacia Sandero (2025)
Abmessungen/Exterieur
Fünftürer sind alle drei: Wir holen den Zollstock heraus und sehen, dass der Dacia etwas länger ist als Citroën und Fiat: 4,09 Meter (4,10 Meter der Stepway), fast exakt vier Meter der Grande Panda, minimal mehr der C3. Diese Extra-Zentimeter hat der Sandero auch bei Breite und Radstand, was ihm etwas mehr Platz im Fond verleiht.
Da wir vor geraumer Zeit den C3 im Test hatten, können wir sagen, dass das Raumangebot hinten dort in Ordnung geht. Bei der Nutzung als Eltern-Taxi erst recht. Wer mehr Platz braucht, kann bei Citroën zum längeren C3 Aircross greifen.
Citroën C3 (2025)
Dacia Sandero Stepway (2025)
Fiat Grande Panda (2025)
Beim Kofferraumvolumen punktet der Grande Panda: Der Kofferraum ist mit einem Volumen von 361 Litern beim Fiat Grande Panda Elektro im Segmentvergleich überdurchschnittlich groß. Bei der Hybridversion wächst das Volumen des Kofferraumes auf beachtliche 412 Liter, bei umgeklapptem Rücksitz sogar 1.366 Liter.
Citroën C3 (2025)
Dacia Sandero Stepway (2025)
Fiat Grande Panda (2025)
Bei der Anhängelast legt der Sandero vor. Optisch setzen alle drei Modelle besondere Akzente, besonders eigenständig wirkt der Grande Panda mit seinen Pixel-LED-Scheinwerfern. Die Basisversion hat jedoch große Halogenscheinwerfer (siehe Bildergalerie weiter unten).
| Citroën C3 | Dacia Sandero | Fiat Grande Panda | |
| Länge | 4,02 Meter | 4,09 Meter | 3,99 Meter |
| Breite | 1,76 - 1,81 Meter | 1,85 Meter | 1,76 Meter |
| Höhe | 1,57 Meter | 1,50 Meter | 1,59 Meter |
| Radstand | 2,54 Meter | 2,60 Meter | 2,54 Meter |
| Kofferraumvolumen | 310 - 948 Liter | 328 - 1.108 Liter | 412 - 1.366 Liter |
| Leergewicht | 1.226 - 1.560 kg | 1.087 - 1.228 kg | 1.315 - 1.550 kg |
| Anhängelast | 550 - 600 kg | 980 - 1.100 kg | 600 kg |
Interieur
Entsprechend der neuen Strategie von Fiat zeigt der Innenraum des Grande Panda zahlreiche farbenfrohe Details. So weisen der Rahmen um Instrumente und Infotainmentsystem, die Mittelkonsole, die Ausströmer und die Bedienelemente der Lüftung sowie die Sitzbezüge gelbe Verzierungen auf. Dominierende Farbe im Innenraum ist das neue "Tasmania Blau".
Hinzu kommt ein digitales 10-Zoll-Kombiinstrument und des Monitors für das Infotainmentsystem, der wie im Citroën 10,25 Zoll in der Diagonale misst. Letzteres ist aber in der Basisversion nicht enthalten, hier gibt es lediglich einen Handyhalter. Eine Parallele zu C3 und Sandero, deren Einstiegsversionen die gleiche Lösung bieten. Beim Dacia ist der optionale Touchscreen acht Zoll groß.
Citroën C3 (2025)
Dacia Sandero Stepway (2025)
Fiat Grande Panda (2025)
Auffallend im sachlich eingerichteten C3 sind die Anzeigen: Sie werden nach Art eines Head-up-Displays auf einen schwarzen Streifen oberhalb des Cockpits projiziert. Der Sandero ist innen am konservativsten mit klassischen Rundinstrumenten. Digital ist nur der kleine Bordcomputer dazwischen.
Serienmäßig sind bei jedem C3 und Grande Panda eine manuelle Klimaanlage und Parkpiepser hinten inklusive, diverse Assistenzsysteme, welche die EU vorschreibt, auch beim Dacia. Er weist in der Grundversion aber keine Klimaanlage auf.
Antriebe/Motoren
Bedingt durch die gleiche technische Plattform sind die Antriebe bei C3 und Grande Panda praktisch identisch. Und beide gibt es auch als reine Elektroversion: Die 44-kWh-Batterie ermöglicht eine Reichweite von bis zu 320 Kilometer im kombinierten WLTP-Zyklus. Der 83 kW (113 PS) starke Elektromotor ist für eine Höchstgeschwindigkeit von 132 km/h gut. Aus dem Stand auf Stadttempo 50 km/h beschleunigt der neue Fiat in 4,2 Sekunden, 11 Sekunden benötigt er auf 100 km/h.
Fiat Grande Panda (2025)
Ein optionaler Clou des Grande Panda Elektro ist das integrierte Spiralkabel mit Aufrollautomatik (nur in Kombination mit einphasigem 7-kW-Onboard-Charger, 11 kW Onboard-Charger entfällt). Das 4,5 Meter lange Kabel ist in einem speziellen Staufach unter der Fronthaube untergebracht. Das bordeigene 7-kW-Lademodul (Onboard-Charger) ermöglicht in Verbindung mit dem optionalen Spiralkabel, das Aufladen von 20 auf 80 Prozent in vier Stunden und 20 Minuten.
Serienmäßig an Bord ist ein Ladegerät für Wechselstrom mit einer Leistung von bis zu 11 kW. Der Ladezyklus von 20 auf 80 Prozent dauert damit nur zwei Stunden und 50 Minuten. An entsprechend ausgerüsteten Ladestationen kann der Fiat Grande Panda Elektro auch Gleichstrom mit bis zu 100 kW tanken (Mode-2-Ladekabel). Der Ladevorgang von 20 Prozent auf 80 Prozent ist mit dieser Leistung nach nur 27 Minuten abgeschlossen.
| Motoren | Citroën C3 | Dacia Sandero | Fiat Grande Panda |
| Benziner | 74 kW/100 PS (Turbo 100), 74 kW/101 PS (Hybrid 100) | 49 kW/67 PS (1.0 Sauger), 67 kW/91 PS (1.0 Turbo), 74 kW/101 PS (1.0 Turbo mit LPG), 81 kW/110 PS (nur Stepway) | 74 kW/101 PS (Hybrid) |
| Elektro | 83 kW/113 PS | - | 83 kW/113 PS |
Den Grande Panda und den C3 gibt es als Hybrid. Dieser hat einen Turbomotor unter der Haube, der aus 1,2 Litern Hubraum 74 kW (101 PS) produziert. Er ist mit einem Mild-Hybrid-System kombiniert. Dessen Elektromotor leistet zusätzliche 21 kW und wird aus einer 48-Volt-Li-Ionen-Batterie gespeist.
Das System ist in das speziell für Elektroantriebe entwickelte Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (eDCT) integriert, dass die Motorkraft auf die Vorderräder überträgt. Bei geringer Leistungsanforderung – zum Beispiel auf ebener Strecke – und Geschwindigkeiten unterhalb von 30 km/h ist so elektrisches Fahren über bis zu einem Kilometer Strecke möglich. Spitze? 160 km/h, in 10 Sekunden ist Tempo 100 erreicht.
Citroën C3 (2025)
Jedoch gibt es den Citroën auch mit einem "normalen" 100-PS-Turbo ohne Hybridtechnik, dafür mit manuellem Sechsgang-Getriebe. Ziemlich normal sind auch die Motoren beim Dacia: Sauger mit 67 PS, Turbomotoren mit 91 oder 101 PS, beim Stepway sogar mit 110 PS. Als Besonderheit bietet der Sandero einen bivalenten Antrieb namens ECO-G an, der auch mit Flüssiggas (LPG) betrieben werden kann. Wer den Sandero als reines E-Auto haben möchte, muss sich noch einige Jahre gedulden. Oder zum Dacia Spring greifen ...
Preise
Der neue Fiat Grande Panda Hybrid wird in Deutschland in den Varianten Pop, Icon und La Prima zu Preisen ab 18.990 Euro auf den Markt kommen. Die Elektroversion startet bei 24.990 Euro. Zum Serienumfang des "Pop" gehören unter anderem elektronische Fahrerassistenzsysteme, manuelle Klimaanlage, sowie die elektrische Parkbremse.
Dank der Ausstattung mit der NFC-Technologie (Near Field Communication) ist die Integration von Smartphones in das bordeigene Infotainmentsystem besonders komfortabel. So genügt eine Berührung des Home-Buttons an der Armaturentafel, um zum Startbildschirm zurückzukehren. So kann auch während der Fahrt nahtlos zwischen verschiedenen Funktionen oder Anwendungen gewechselt werden, ohne vom Verkehrsgeschehen abgelenkt zu werden.
Bildergalerie: Fiat Grande Panda Pop-Basisversion (2025)
Der "Icon" bringt serienmäßig zusätzlich unter anderem den 10,25-Zoll-Bildschirm für das Infotainmentsystem, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel sowie Scheinwerfer und Rückleuchten in LED-Technologie mit. Eine weitere Individualisierung ist mit Ausstattungspaketen möglich.
Günstiger starten der C3 und der Sandero. Aber man muss relativieren: Der Basis-C3 für 15.240 Euro hat ein Schaltgetriebe, der Basis-Sandero für 12.400 Euro nur 67 PS und keine Klimaanlage. Der Elektro-C3 beginnt übrigens bei 23.990 Euro, eine Version mit nur 200 km Reichweite für unter 20.000 Euro soll im Laufe des Jahres 2025 nachgereicht werden.
| Preise (in Deutschland) | Citroën C3 | Dacia Sandero | Fiat Grande Panda |
| Benziner | Sce 65: ab 12.400 Euro | ||
| Turbo 100: ab 15.240 Euro | TCe 90: ab 13.250 Euro | ||
| Hybrid 100: ab 20.750 Euro | TCe 100 ECO-G: ab 13.250 Euro | Hybrid: ab 18.990 Euro | |
| TCe 110 (Stepway): ab 17.900 Euro | |||
| Elektro | ab 23.990 Euro | - | ab 24.990 Euro |
Antriebs- und ausstattungsbereinigt sieht es so aus: 90 Turbo-PS samt CVT-Automatik und Klimaanlage kosten beim Dacia mindestens 16.900 Euro. Der Citroën startet mit der Hybrid-Technik bei 20.750 Euro, auch weil hier eine höhere Ausstattungslinie nötig ist.
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