Der 12-Scheiben-Tri-Turbo-Wankelmotor von Rob Dahm lebt
Er raucht, er schreit, und er ist bereit, kleine Tiere zu inhalieren
Wenn das der gute alte Felix Wankel noch erlebt hätte: Im Jahr 2023 stellte der amerikanische Wankel-Guru Rob Dahm einen einzigartigen Kreiskolbenmotor vor: ein speziell angefertigtes 12-Scheiben-Aggregat, die vor Jahren von einer Person namens Tyson Garvin gebaut wurde.
Dahm hat die letzten anderthalb Jahre damit verbracht, den Mega-Wankel aus dem Zustand des Verfalls zurückzuholen ... und dabei auch einige Upgrades vorgenommen. Wenn man einen so verrückten Motor hat, kann man ihn nicht einfach so stehen lassen.
Wir haben uns erkundigt, wie es Dahm geht. Und die Dinge laufen gut. Der 12-Scheiber lebt, und wenn alles fertig ist, hofft Dahm auf 5.000 Pferdestärken. Jawohl, 5.000.
Auf seinem YouTube-Kanal gibt es mehrere Videos über den Bau, aber das hier gezeigte wird Ihnen das Herz aufgehen lassen. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, ist der Motor für den Betrieb mit Methanol ausgelegt und verwendet drei Turbolader. Das liegt daran, dass der Motor in drei Bänke mit jeweils vier Rotoren aufgeteilt ist.
Für den wichtigen ersten Start wurden nur zwei dieser Turbos angeschraubt, gut sichtbar auf jeder Seite. Der dritte Turbo ist mit dem Kollektor verschraubt, der unter den beiden Drosselklappen austritt. Für Testzwecke wollte er einen leichten Zugang zur Vorderseite haben, und der Turbo wäre im Weg gewesen.
Es war schon eine Herausforderung, den Motor zum Laufen zu bringen. Dafür schloss er mehrere Autobatterien zusammen, um mehr Leistung zur Zündung zu erhalten. Die beiden Anlasser wollten nämlich nicht so recht. Das ist nur eine vorübergehende Maßnahme; ein spezieller Anlasser, der den Riesen-Wankel schnell genug in Gang bringen kann, ist in Arbeit. Aber aus Gründen, die wir absolut verstehen können, wollte Dahm diesen Moment nicht länger hinauszögern.
Bildergalerie: 9 wichtige Autos mit Wankelmotor
Uns fehlen die Worte, um das Geräusch zu beschreiben. Obwohl wir schon einmal den Mazda 787B live erlebt haben, der 1991 in Le Mans siegte. Die wackelnde Kamera liefert wohl die beste Erzählung dieses Projekts. Der Wankelmotor ist bei weitem nicht perfekt, aber er läuft, und hat sich sogar im Leerlauf eingependelt. Die Arbeit ist noch nicht abgeschlossen, aber Dahm hat Pläne, dieses Mega-Gerät irgendwann in ein Auto einzubauen.
Gott schütze uns alle, wenn das passiert.
Quelle: Rob Dahm / YouTube
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