Neuzulassungen 2024: Die meistverkauften Autos in Deutschland
Der Golf hat gewonnen - wie immer. Doch wer konnte ihm diesmal folgen? Und wer musste herbe Verluste einstecken?
Krise? Nicht hierzulande. Volkswagen hat nicht nur als Marke, sondern auch bei den Modellen im Jahr 2024 wieder die Spitzenposition in Deutschland bei den Neuzulassungen übernommen. Mit Abstand meistverkauftes Modell war wie immer der Golf, gefolgt von T-Roc und Tiguan.
Dahinter kommt mit dem Skoda Octavia der erste Importwagen, wenn man ihn aufgrund seiner Konzernzugehörigkeit so nennen kann. Ihm folgt mit dem Astra das genaue Gegenteil: Ein deutsches Modell, das auf einer ausländischen Plattform (Stellantis) basiert. Dazwischen rangiert mit dem Passat ein weiteres VW-Modell.
Top-10 in Deutschland
| Rang | Modell | Neuzulassungen 2024 | Vergleich zum Vorjahr |
| 1 | VW Golf | 100.183 | + 23,5 Prozent |
| 2 | VW T-Roc | 75.398 | + 9,8 Prozent |
| 3 | VW Tiguan | 67.057 | + 4,8 Prozent |
| 4 | Skoda Octavia | 50.817 | + 21,5 Prozent |
| 6 | VW Passat | 47.720 | + 0,5 Prozent |
| 7 | Opel Astra | 47.601 | + 89,7 Prozent |
| 8 | Opel Corsa | 43.467 | - 19,0 Prozent |
| 9 | BMW X1 | 37.154 | - 0,3 Prozent |
| 10 | Seat Leon | 37.129 | + 37,2 Prozent |
Gewinner und Verlierer
Großer Gewinner war der Opel Astra, der gleich 89 Prozent zulegte und seine Verkaufszahlen somit fast verdoppelte. Aber auch der neue Citroën C3 legte richtig zu, nämlich um ganze 71,3 Prozent. Ein weiterer sehr erfolgreicher Stellantis-Kämpfer ist der Peugeot 208, der sich um 58,8 Prozent steigern konnte.
Ebenfalls richtig stark - und das ist bemerkenswert - war der Seat Leon mit einer Steigerung um über 37 Prozent. Und das, obwohl es um Seat in Sachen Neuheiten eher ruhig geworden ist und der Leon auch kein Facelift wie sein Cupra-Zwilling bekommen hat. Ähnlich gut setzte sich der relativ alte Seat Ibiza in Szene, der sich um fast 60 Prozent steigerte. Möglicherweise spielen hier Abverkäufe vor dem baldigen Facelift eine Rolle. Und noch ein ganz unerwarteter Außenseiter: Der Mitsubishi Eclipse Cross konnte seine Zulassungszahlen mehr als verdoppeln.
Extrem verloren hat der Fiat 500. Der kleine Italiener musste einen Rückgang von über 56 Prozent verkraften. Grund ist die Einstellung des Verbrenner-Modells und herbe Verluste beim Elektro-500. Ganz übel erwischte es auch die Mercedes C-Klasse, die über 38 Prozent einbüßte. Bei Tesla lief es auch nicht. Das Model 3 verlor 55 Prozent und der ehemalige Erfolgstyp Model Y fast 35 Prozent. Generell drehten fast alle Elektroautos deutlich ins Minus.
Auffällig ist der Kontrast innerhalb des Stellantis-Konzerns. Während die italienische Kernmarke Fiat extrem schwächelt, können sich Opel sowie die beiden Franzosen Peugeot und Citroen über sehenswerte Zuwächse freuen. Der Volkswagen-Konzern hingegen scheint trotz aller Krisen bei den Zulassungszahlen stabil zu sein, mit Ausnahme der Vollelektriker, was aber den ganzen Markt betrifft. Hier stützen also die ungeliebten Verbrenner die Marke noch entscheidend.
Segment-Gewinner
| Segment | Modell | Anteil innerhalb des Segments |
| Minis | Toyota Aygo | 37,7 Prozent |
| Kleinwagen | Toyota Yaris | 12,8 Prozent |
| Kompakt | VW Golf | 20,7 Prozent |
| Mittelklasse | VW Passat | 17,8 Prozent |
| Obere Mittelklasse | BMW 5er | 31,6 Prozent |
| Oberklasse | Porsche Taycan | 27,7 Prozent |
| Geländewagen/SUVs | VW Tiguan | 19,6 Prozent |
| Sportwagen | Porsche 911 | 41,1 Prozent |
| Mini-Vans | Mercedes B-Klasse | 58,4 Prozent |
| Großraum-Vans | Dacia Jogger | 35,7 Prozent |
| Utilities | VW Transporter | 21,9 Prozent |
| Wohnmobile | Fiat Ducato | 30,4 Prozent |
| Cabrios | VW T-Cross | 18,8 Prozent |
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