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Neuzulassungen 2024: Die meistverkauften Autos in Deutschland

Der Golf hat gewonnen - wie immer. Doch wer konnte ihm diesmal folgen? Und wer musste herbe Verluste einstecken?

Neuzulassungen 2024: Die Hitliste der Modelle
Bild von: Motor1.com

Krise? Nicht hierzulande. Volkswagen hat nicht nur als Marke, sondern auch bei den Modellen im Jahr 2024 wieder die Spitzenposition in Deutschland bei den Neuzulassungen übernommen. Mit Abstand meistverkauftes Modell war wie immer der Golf, gefolgt von T-Roc und Tiguan.

Dahinter kommt mit dem Skoda Octavia der erste Importwagen, wenn man ihn aufgrund seiner Konzernzugehörigkeit so nennen kann. Ihm folgt mit dem Astra das genaue Gegenteil: Ein deutsches Modell, das auf einer ausländischen Plattform (Stellantis) basiert. Dazwischen rangiert mit dem Passat ein weiteres VW-Modell.

VW Golf R (2024) im Test
Bild von: Motor1.com
Volkswagen T-Roc 2022
VW Tiguan (2024)
Bild von: Volkswagen

Top-10 in Deutschland

Rang Modell Neuzulassungen 2024 Vergleich zum Vorjahr
1 VW Golf 100.183 + 23,5 Prozent
2 VW T-Roc 75.398 + 9,8 Prozent
3 VW Tiguan 67.057 + 4,8 Prozent
4 Skoda Octavia 50.817 + 21,5 Prozent
6 VW Passat 47.720  + 0,5 Prozent
7 Opel Astra 47.601 + 89,7 Prozent
8 Opel Corsa 43.467 - 19,0 Prozent
9 BMW X1 37.154 - 0,3 Prozent
10 Seat Leon 37.129 + 37,2 Prozent

Gewinner und Verlierer

Großer Gewinner war der Opel Astra, der gleich 89 Prozent zulegte und seine Verkaufszahlen somit fast verdoppelte. Aber auch der neue Citroën C3 legte richtig zu, nämlich um ganze 71,3 Prozent. Ein weiterer sehr erfolgreicher Stellantis-Kämpfer ist der Peugeot 208, der sich um 58,8 Prozent steigern konnte.

Peugeot 208 (2023) mit Facelift

Ebenfalls richtig stark - und das ist bemerkenswert - war der Seat Leon mit einer Steigerung um über 37 Prozent. Und das, obwohl es um Seat in Sachen Neuheiten eher ruhig geworden ist und der Leon auch kein Facelift wie sein Cupra-Zwilling bekommen hat. Ähnlich gut setzte sich der relativ alte Seat Ibiza in Szene, der sich um fast 60 Prozent steigerte. Möglicherweise spielen hier Abverkäufe vor dem baldigen Facelift eine Rolle. Und noch ein ganz unerwarteter Außenseiter: Der Mitsubishi Eclipse Cross konnte seine Zulassungszahlen mehr als verdoppeln.

Extrem verloren hat der Fiat 500. Der kleine Italiener musste einen Rückgang von über 56 Prozent verkraften. Grund ist die Einstellung des Verbrenner-Modells und herbe Verluste beim Elektro-500. Ganz übel erwischte es auch die Mercedes C-Klasse, die über 38 Prozent einbüßte. Bei Tesla lief es auch nicht. Das Model 3 verlor 55 Prozent und der ehemalige Erfolgstyp Model Y fast 35 Prozent. Generell drehten fast alle Elektroautos deutlich ins Minus.

Fiat 500C Kollektion 1957

Auffällig ist der Kontrast innerhalb des Stellantis-Konzerns. Während die italienische Kernmarke Fiat extrem schwächelt, können sich Opel sowie die beiden Franzosen Peugeot und Citroen über sehenswerte Zuwächse freuen. Der Volkswagen-Konzern hingegen scheint trotz aller Krisen bei den Zulassungszahlen stabil zu sein, mit Ausnahme der Vollelektriker, was aber den ganzen Markt betrifft. Hier stützen also die ungeliebten Verbrenner die Marke noch entscheidend.

Segment-Gewinner

Segment Modell Anteil innerhalb des Segments
Minis Toyota Aygo 37,7 Prozent
Kleinwagen Toyota Yaris 12,8 Prozent
Kompakt VW Golf 20,7 Prozent
Mittelklasse VW Passat 17,8 Prozent
Obere Mittelklasse BMW 5er 31,6 Prozent
Oberklasse Porsche Taycan 27,7 Prozent
Geländewagen/SUVs VW Tiguan 19,6 Prozent
Sportwagen Porsche 911 41,1 Prozent
Mini-Vans Mercedes B-Klasse 58,4 Prozent
Großraum-Vans Dacia Jogger 35,7 Prozent
Utilities VW Transporter 21,9 Prozent
Wohnmobile Fiat Ducato 30,4 Prozent
Cabrios VW T-Cross 18,8 Prozent