Supra mit 1.000 PS von Wagner Tuning mit Wagner am Steuer
Den krassen Drag-Race-Toyota pilotiert die junge Lea Wagner
1.000 PS! Um so viel Power bändigen zu können, braucht es zweifellos einen echten Mann am Steuer! Oder? Keineswegs! Mit der hier präsentierten Toyota GR Supra geht die erst 19-jährige Lea Wagner bei verschiedenen Drag Racing-Kategorien an den Start – und die rote Rakete schickt in ihrer aktuellen Ausbaustufe rund 1.000 PS an die fetten Hinterräder.
Um den 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Turbomotor der Supra in solche Dimensionen zu treiben, waren selbstverständlich tiefgreifende Eingriffe notwendig. Der für diesen Bereich zuständige Projektpartner Kotte Performance aus Langenberg baute dementprechend einen heftig modifizierten 6-Port-Motor auf: IRP-Kolben sitzen auf Schmiedepleueln aus gleichem Hause, die Stehbolzen stammen von Pro Series.
Bildergalerie: Wagner Tuning mit 1.000-PS-Supra und Drag Racing-Lady Lea Wagner
Aus dem Kelford-Regal wählten die Power-Spezialisten von Kotte Performance die Nockenwellen und Ventilfedern. Für mächtig Druck auf den Brennkammern sorgt ihr B58G35-Turbo-Kit, dessen Herzstück ein Garrett G35-1050 ist.
Um den mächtigen Lader auch effizient einsetzen zu können, kam die in der Performance-Tuning-Community gern genutzte Wagner Tuning Evo 1-Ansaugbrücke mit integriertem Ladeluftkühler und Saugrohreinspritzung sowie eine Wasser/Methanol-Einspritzung von Snow Performance an Bord.
Eine große Benzinpumpe stellt im Zusammenspiel mit einer Dorch-Hochdruckpumpe und BMW-S58-Einspritzdüsen von der aktuellen M3/M4-Generation die Kraftstoffversorgung mit E85-Sprit sicher. Auf diese Mischung aus 85 Prozent Ethanol und 15 Prozent Ottokraftstoff ist selbstverständlich auch die Kotte Performance-Software abgestimmt.
Das serienmäßige 8HP51-8-Stufen-Automatikgetriebe der Toyota GR Supra wäre mit dem so generierten maximalen Drehmoment von 1.190 Nm in serienmäßigem Zustand natürlich überfordert gewesen, sodass es von Kotte Performance ein hauseigenes Stage 2-Upgrade erhielt, welches Hard- und Softwaremodifikationen beinhaltet. Zudem kommt ein anderer Drehmomentwandler zum Einsatz, welcher eine höhere Stand-Drehzahl erlaubt.
Um eine möglichst verlustarme Übertragung der Antriebskräfte auf den Asphalt mühen sich Hoosier-Drag Slicks der Dimensionen 28/10.5R17, welche auf zehn Zoll breite Weld Belmont-Beadlock-Felgen aufgezogen wurden. Beim Fotoshooting trug die Supra an der Lenkachse ihre OEM-19-Zöller mit 255/35er-Straßenbereifung. Wird das Auto jedoch auf für optimalen Grip "geklebten" Drag Racing-Strecken bewegt, kommen vorne ultraschmale Reifen der Größe 28/45R18 auf 18-Zoll-Weld Belmont-Beadlock-Felgen zum Einsatz.
Natürlich erhielt auch das in Druck- und Zugstufendämpfung justierbare KW Variante 3-Gewindefahrwerk ein speziell auf den Drag-Einsatz zugeschnittenes Set-up. Das Cockpit der Wagner Tuning-Supra ist von einer eingeschweißten Rennklasse-Sicherheitszelle mit zahlreichen Verstrebungen, Verstärkungen und Knotenblechen samt Flanken-Aufprallschutz geprägt.
In ihrem Recaro Pole Position-Schalensitz verzurrt sich Lea Wagner vor dem Einstagen mit einem 6-Punkt-Motorsport-Sicherheitsgurt. Darüber hinaus installierte Rennklasse für den Fall der Fälle auch gleich ein zuverlässiges und effizientes Feuerlöschsystem.
Auch interessant
Toyota Supra: Die beiden heißesten Modelle im Tracktest
Citroen Saxo VTS: Der kleine Landstraßen-König wird 30
Toyota Supra: Neue Generation bereits im Anmarsch
Letzte Chance für Verbrenner-Macan: Porsche stockt Bestand vor Produktionsende auf
Toyota GR Supra (2025) im Test: Das letzte Einhorn
Range Rover SV Ultra: Spitzenmodell wird zum Konzertsaal
Toyota verkaufte letztes Jahr mehr Mirai als Supra in Europa