Die originale Dodge Viper ist kein Geländewagen. Diese Aussage dürfte die wenigsten von Ihnen überraschen. Sie ist flach, kauert knapp über dem Boden und ihr Hauptzweck ist es, auf kurvigem Geläuf oder Vollgas auf leeren Autobahnen Freude zu bereiten. Offenbar hat das aber niemand dem Erbauer dieser Viper gesagt. Hier wurde der US-Kultsportwagen der 90er durch umfangreiche Modifikationen zu einem waschechten Wüstenrenner. Und irgendwie sieht die Viper dabei verdammt gut aus.

Der YouTuber SuperFastMatt hat das letzte Jahr damit verbracht, diese knallrote Viper der ersten Generation zu zerlegen, auseinanderzuschneiden und wieder zusammenzubauen. Das Projekt ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass der gute Matt das Auto jetzt auch mal ausgiebig in der Wüste testen konnte, unter anderem mit jeder Menge Donuts, Sprüngen und beim Rock-Crawling. Matt ist ehrlich genug, zu sagen, dass die Viper allgemein kein besonders gutes Auto ist, aber zwei Dinge könne sie schon: Wild aussehen und Donuts. Na dann.

Zusätzlich zu den beschnittenen Kotflügeln und den riesigen Geländereifen verbaute Matt maßgeschneiderte Stützen für die vordere Aufhängung, die mit Aftermarket-Stoßdämpfern und -Federn mit langem Federweg geländetauglich gemacht wurde. Hinten hat er die werksseitige Achse zum Teufel gejagt und ersetzte sie durch eine Starrachse aus einem Jeep Wrangler Rubicon mit Sperrdifferenzial. Der 8,0-Liter-V10-Sauger sowie das Sechsgang-Tremec T-56-Getriebe blieben zum Glück an Bord.

Überraschenderweise hatte Matt bei seinen Tests mit der "Safari"-Viper nur ein paar kleinere Probleme. Dank des Sperrdifferentials ist die Drifterei ein Kinderspiel, aber selbst mit einem optimierten Kühler kletterten die Kühlmitteltemperaturen höher, als ihm lieb war. Das Felsenklettern funktionierte ganz gut, allerdings macht das Fehlen einer Untersetzung dem Vortrieb bergauf dann doch zu schaffen. Da heißt es dann eher Vollgas und Staub aufwirbeln als kontrolliert durchs Gelände zu pflügen.

Matt war auch mutig genug, mit der Viper mehrere Sprünge zu wagen. Dank der dicken Reifen und den Federweg-Reserven kein Problem. Aber hier kommt wieder die ausbaufähige Qualität der Viper ins Spiel: Obwohl der Wagen die Landungen recht gut überstand, fielen einige der Innenverkleidungen ab, und einige der speziell angefertigten Aufhängungsteile begannen sich voneinander zu lösen. Nichts, was ein paar zusätzliche Schweißnähte nicht beheben könnten.