Home
News
Ratgeber
ADAC-Bericht: Die Leistung sollte zum Gewicht des Autos passen
Beschleunigung ist laut dem Club sicherheitsrelevant und die Durchzugskraft von 60 auf 100 km/h besonders entscheidend ...

Manuel Lehbrink 
Von: Manuel Lehbrink
20. Mär. 2024 um 09:25 Uhr
Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Fde.motor1.com%2Fnews%2F713007%2Fadac-leistung-gewicht-beschleunigung-sicherheit%2F&text=ADAC-Bericht%3A%20Die%20Leistung%20sollte%20zum%20Gewicht%20des%20Autos%20passen&via=Motor1DE)
- Kopie
Teilen
Wieviel Leistung braucht mein Auto? Vor dieser Frage stehen viele Autokäuferinnen und Autokäufer. Denn neben dem emotionalen Faktor ist die Leistung maßgeblich für die Beschleunigung eines Fahrzeugs und damit ein Sicherheitsmerkmal.
Der ADAC hat deshalb nun die Beschleunigungszeiten von knapp 600 Fahrzeugen aller Antriebsarten verglichen. Das Ergebnis? In der Regel reicht eine normale Motorisierung für eine gute Durchzugskraft aus, manche Fahrzeuge sind allerdings für eine sichere Beschleunigung untermotorisiert.
Starke Topmodelle, schwache Einstiegsversionen
Während die teuren Topmodelle in der Regel mehr als ausreichend stark motorisiert sind, gibt es auch Basis-Versionen mit überschaubarer Kraft auf dem Markt. Schwächere Motoren sind in Sachen Anschaffungspreis und häufig auch Kraftstoffverbrauch attraktiv. Für die Sicherheit ist jedoch das Beschleunigungsvermögen eines Fahrzeugs entscheidend, beispielsweise beim Überholen auf der Landstraße oder beim Einfädeln vom 250 Meter langen Beschleunigungsstreifen auf die Autobahn.
Wie wird gemessen und bewertet?
Die Beschleunigungszeit wird von Herstellern üblicherweise von 0 auf 100 km/h angegeben. Im Alltag oft entscheidender ist jedoch die Elastizität von 60 bis 100 km/h. Eine in dieser Hinsicht sinnvolle Beschleunigung dauert dann zwischen 5,5 und 8 Sekunden. Fahrzeuge, die im ADAC-Autotest weniger als 6,38 Sekunden für den Zwischensprint benötigen, werden mit "gut" oder "sehr gut" bewertet, bis 8,63 Sekunden gibt es die Note "befriedigend". Ab 11 Sekunden Beschleunigungszeit wird die Disziplin als "mangelhaft" bewertet.

Die jeweilige Leistung für eine gute Durchzugskraft hängt aber auch maßgeblich vom Gewicht des Fahrzeugs ab. Faustregel gefällig? Bei einem Leergewicht von 1.000 kg reichen in der Regel 80 PS aus. Bei 1,5 Tonnen ist eine Leistung von rund 120 PS zu empfehlen. Wiegt ein Fahrzeug 2.500 kg, sollte der Motor rund 200 PS leisten.
Beim ADAC-Vergleich fiel deshalb auf, dass der nur 45 PS starke Dacia Spring Electric 45
den Zwischenspurt von 60 auf 100 km/h nur in langen 14,86 Sekunden bewältigen konnte und dafür ganze 330 Meter benötigte. Damit können Überholmanöver auf vielbefahrenen
Landstraßen oder Auffahrten auf Autobahnen zu einem Sicherheitsrisiko werden. Bei den Benzinern reiht sich der Hyundai i10 1.0 mit 100 PS mit über 11 Sekunden am Ende der Liste ein, von den getesteten Dieseln braucht der VW T6.1 Multivan 2.0 TDI mit 199 PS mit
8,81 Sekunden am längsten.
Mehr ADAC-Tests und Ratgeber:
ADAC-Sommerreifentest 2024: Das sind die Ergebnisse
ADAC-Kindersitztest 2023: Zwei fallen durch
Der Club empfiehlt Autokäuferinnen und Autokäufern deshalb, bei der Wahl ihres Fahrzeugs nicht nur auf die 0-auf-100-km/h-Beschleunigung zu achten, sondern auch auf die Elastizität. Und um hier akzeptable Werte zu erreichen, muss man nicht zum stärksten Modell greifen. Auf das Leistungsgewicht kommt es an. Und ob man beispielsweise öfter die maximale Anhängelast ausnutzen möchte.
Quelle: ADAC
Diesen Artikel teilen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Fde.motor1.com%2Fnews%2F713007%2Fadac-leistung-gewicht-beschleunigung-sicherheit%2F&text=ADAC-Bericht%3A%20Die%20Leistung%20sollte%20zum%20Gewicht%20des%20Autos%20passen&via=Motor1DE)
- Kopie
Meistgelesen

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht
AKTUELLSTE ARTIKEL
- Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro? 20 Okt. - Campingmobile
- Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn? 20 Okt. - Einzeltests
- Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ... 20 Okt. - Designstudien
- Offroad-Klassiker neu gedacht: 212 kommt als Dreitürer nach Deutschland 20 Okt. - Auto News
- Mercedes eröffnet neues Classic Center: Ein Blick hinter die Kulissen 20 Okt. - Historie und Oldtimer
- ADAC-Kindersitztest 2026: Zwei Modelle fallen durch 20 Okt. - Ratgeber
- BMW F 450 RR (2027): Rennstrecken-Feeling für Einsteiger 20 Okt. - Motorrad
Auch interessant

ADAC-Kindersitztest 2026: Zwei Modelle fallen durch

Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro?

ADAC untersucht Sprachassistenten moderner Fahrzeuge

Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn?

ADAC-Winterreifentest 2026: Über die Hälfte nicht empfehlenswert

Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ...

Ganzjahresreifen im 2026er-Test von ACV und GTÜ